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Rückblick:kfd-Bundesversammlung 2026 in Mainz

Köln/Mainz, 10. Juni 2026. Der kfd-Diözesanverband Köln war bei der Bundesversammlung der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) vom 5. bis 7. Juni 2026 in Mainz mit einer starken Delegation vertreten.

Diözesanverband Köln beteiligt sich an richtungsweisenden Beschlüssen

Neben dem gesamten Diözesanvorstand nahmen auch unsere Geschäftsführerin sowie weitere engagierte Mitglieder aus bundesweiten Ausschüssen und Arbeitsgruppen teil.
Die Bundesversammlung war nicht nur ein Ort, an dem wichtige Entscheidungen getroffen wurden, sondern auch ein lebendiger Ort der Begegnung. Für mehrere Mitglieder unseres Vorstands war es die erste Bundesversammlung. Sie erlebten Tage voller Austausch, Vernetzung und neuer Impulse. Vor Ort war viel kfd-Pink zu sehen – ein sichtbares Zeichen für unsere Gemeinschaft. Besonders bereichernd war es, kfd-Frauen aus ganz Deutschland zu treffen und Einblicke in ihre unterschiedlichen Erfahrungen zu erhalten. Unsere Delegation kehrt mit vielen Anregungen und bestärkt in ihrem Engagement nach Köln zurück.

Im Mittelpunkt der Bundesversammlung standen wichtige Entscheidungen für die zukünftige Ausrichtung der kfd. Die Beschlüsse setzen wichtige Impulse für Gleichberechtigung, Selbstbestimmung und die Weiterentwicklung des Verbandes.

Neue Positionen zu § 218, wirtschaftlicher Gleichstellung und Geistlicher Leitung

Mit dem Positionspapier „Zwischen Lebensschutz und Selbstbestimmung“ bezieht die kfd Stellung zur gesellschaftlichen Debatte um § 218 StGB. In dem Papier werden sowohl der Schutz ungeborenen Lebens als auch das Recht von Frauen auf eine selbstbestimmte Entscheidung gewürdigt. Zudem wird eine verlässliche, neutrale Begleitung von Frauen in Konfliktsituationen gefordert. Dem Beschluss ging ein zweijähriger Meinungsbildungsprozess voraus. Dabei wurde deutlich, dass Frauen in der kfd zu diesem Thema unterschiedliche Überzeugungen vertreten. Das Positionspapier macht diese Vielfalt sichtbar und hält die verschiedenen Perspektiven bewusst zusammen. Der Verband weist außerdem darauf hin, dass das Thema von fundamentalistischen Gruppen instrumentalisiert wird. Die kfd empfiehlt, die Hintergründe entsprechender Aktionen (z.B. Kundgebungen) sehr sorgfältig zu prüfen.

Ebenfalls verabschiedet wurde das Positionspapier „Ökonomische Eigenständigkeit von Frauen und geschlechtergerechte Wirtschaftspolitik“. Darin macht die kfd auf bestehende strukturelle Benachteiligungen aufmerksam und formuliert Forderungen für eine geschlechtergerechte Wirtschafts- und Sozialpolitik.

Darüber hinaus wurde das Eckpunktepapier „Geistliche Leitung in der kfd” überarbeitet. Das Papier bietet Orientierung für die Weiterentwicklung des verbandlichen und kirchlichen Amtes auf allen Ebenen – von den Ortsgruppen bis zur Bundesebene. Es leistet einen wichtigen Beitrag dazu, die Charismen von Frauen in der Kirche öffentlich anzuerkennen und Ämter für Frauen in der Kirche weiterzuentwickeln.

Weiterführende Informationen

Die Papiere werden aktuell in ein Layout gebracht und im Spätsommer auch als gedruckte Hefte zur Verfügung stehen. Auf der Webseite des Bundesverbands sind bereits die Arbeitsversionen veröffentlicht.

Mehr Informationen zu den Beschlüssen sowie die vorläufigen Dokumente finden Sie in der Pressemitteilung des kfd-Bundesverbands.

Fotogalerie: Eindrücke von der kfd-Bundesversammlung im Juni 2026

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