Kulturtipp

Sehenswert und inspirierend: Kunst und Kultur für Frauen

Im  Kulturtipp wird über Kulturangebote informiert, die Frauen und ihre Geschichte, ihre Kunst und ihr Wirken in Kirche und Gesellschaft in den Mittelpunkt stellen. In Zeiten von Corona geben wir auch virtuelle Kulturtipps, aber wie gewohnt mit Beginn der Lockerungen im öffentlichen Leben auch Ausstellungstipps.

Lesetipps

Die Lesetipps finden Sie im Download-Bereich. Neu: die Rezensionen von Hildegard Müller über "Das Gewicht der Worte" vom Bestseller-Autor Pascal Mercier und über einen perfekten Roman für den Liegestuhl, den Krimi "Bretonische Spezialitäten". Frauengeschichten im besten Sinne sind die Romane "Nelly B.s Herz" von Aris Fioretis und "Das Haus der Frauen" von Laetitia Colombani. Im einen geht es um die erste Deutsche, die den Flugschein machte und Colombani erzählte in ihrem grandiosen Roman die Geschichte der Gründerin des ersten Pariser Frauenhauses.Auch empfehlenswert: María Dueñas Roman "Die eigene Zukunft", die Familiengeschichte einer Auswanderung.

Ausstellungen

Unbedingt sehenswert ist die Ausstellung "Beethoven und die Frage nach den Frauen" im Bonner Frauenmuseum, das in bewährter Manier zeitgenössische Künstlerinnen mit ihren Werken präsentiert, einen Blick in die Geschichte wirft und einen historischen Überblick über die Komponistinnen und Musikerinnen in Beethovens Zeit gibt. Empfehlenswert ist auch die Ausstellung "Angelica Kauffmann - Künstlerin, Powerfrau, Influencerin" im Düsseldorfer Kunstpalast. Sie zeigt Werke dieser bedeutenden Historien- und Porträtmalerin, die im 18. Jahrhundert als die "wohl kultivierteste Frau Europas" galt. Eine Werkschau mit wenig gezeigten Bildnissen und Grafiken von Käthe Kollwitz im gleichnamigen Museum in Köln anlässlich des 75. Todestages der Künstlerin gibt tiefe Einblicke in die Arbeit der sensiblen Künstlerin: Liebe und Lassenmüssen.
Im Download-Bereich finden Sie die Rezensionen von Hildegard Müller-Brünker dazu.

Virtuelle Angebote

Unsere Tipps zu virtuellen Angeboten können Sie gleich hier ansehen

Geschichte

NDR-online Projekt "Frauen bewegen die Welt": In drei kurzen Videos werden Greta Thunberg, Maria Antoinette und Beate Uhse porträtiert. Die Serie soll fortgesetzt werden.

LVR-Freilichtmuseum Lindlar: Land-Frauen-Arbeit - in der Weimarer Republik mit kurzem (stummen) Rundblick durch die Ausstellung, die wegen Corona nicht besucht werden kann. Dazu gibt es virtuell alle Ausstellungstafeln und ein Flyer mit den notwendigsten Informationen. Die Ausstellung zeigt, wie die Nachkriegszeit und die  politische Emanzipation der Frauen mit der Einführung des Wahlrechtes 1918 neue Entfaltungsmöglichkeiten bieten und Notwendigkeiten entstehen. Die drei "K" (Kinder, Küche, Kirche) definieren nicht mehr allein das, was Frauen wollen sollen.

Wirtschaft + Gesellschaft

Aenne Burda - Die Wirtschaftswunderfrau. In zwei Teilen wird die Geschichte von Aenne Burda, der Erfinderin der modernen Konfektionsgrößen und der Burda-Schnittmusterhefte vor dem Hintergrund der Wirtschaftswunderzeit erzählt. Ein bisschen Schmalz, mit Stoff für Empörung, weil das die Zeit war, als Männer noch ins Gerede kamen, wenn sie ihre Frauen arbeiten "ließen"  und ganz viel großartige, durchsetzungsfähige Frau. Abendfüllende Unterhaltung mal zwei in der ARD-Mediathek.

Keiner schiebt uns weg: Die Geschichte eines Kampfes von Frauen für gleichen Lohn für gleiche Arbeit, verpackt in eine Art Komödie um drei Hauptfiguren, die auch bittere Gedanken beim Anschauen aufkommen lässt. Die ARD stützte sich mit dem Drehbuch auf den wahren Arbeitskampf der Arbeiterinnen des Fotolabors Heinze in Gelsenkirchen, die ihr Arbeitskampf bis vor das Bundesarbeitsgericht geführt hat. Dieser Film wurde in diesem Jahr anlässlich des Equal Pay Days auch vom kfd-Diözesanverband gezeigt. Hier geht es zum Bericht darüber.

Spiritualität + Kunstgeschichte

Die bunten Kirchen im Bergischen Land: Die Thomas-Morus-Akademie führt hat auf einer neu gestalteten Website zu fünf Kirchen rund um Gummersbach. Außen schlicht und wehrhaft, innen wunderschön und einzigartig bemalt. Das macht Vorfreude und Lust auf einen "richtigen" Besuch, der hoffentlich bald wieder möglich ist. 

Diese Liste wird fortlaufend ergänzt. Gerne nehmen wir auch Tipps von unseren Leser*innen entgegen!

Fotos: Atelier Weiße Gärten, Bonn/Sabine Schleiden-Hecking

Abbildung Werk Käthe Kollwitz Lise auf einem Sofa schlafend,
um 1890, Feder in Tusche auf weißem Zeichenkarton,
NT 22, Kölner Kollwitz Sammlung © Käthe Kollwitz Museum Köln

Abbildung Werk Angelika Kauffmann
Selbstbildnis am Scheideweg zwischen Musik und Malerei, 1794
National Trust Collections (Nostell Priory, The St. Oswald Collection). Purchased by private treaty with the help of a grant from the Heritage Lottery Fund
© National Trust Collections
Foto: National Trust Images