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Kölner Dom

Pressemitteilung:kfd zum Brief aus Rom

Von:
kfd-Diözesanverband Köln

Brief aus Rom absolut nicht nachvollziehbar

Der kfd-Diözesanverband Köln kritisiert, dass der Chef der Glaubenskongregation, Kardinal Marc Ouellet, den Umgang mit 2,8 Mio. EUR aus dem „Bedürfnisse des Bistums“-Fonds für rechtmäßig erklärt.

Für die kfd im Erzbistum Köln ist die Nachricht aus Rom, dass Kardinal Woelki in Bezug auf seinen Umgang mit den Mitteln aus dem „Bedürfnisse des Bistums“-Fonds rechtmäßig gehandelt hat, „absolut nicht nachvollziehbar“. Es dränge sich der Eindruck auf, unser Kardinal werde exkulpiert, um ihn unter allen Umständen im Amt zu halten, so die Diözesanvorsitzende Elisabeth Bungartz.

Für die kfd ist der Umgang mit solchen Summen ohne die Konsultation der zuständigen Gremien nicht in Ordnung. Die Differenzierung zwischen Diözesan- und Sondervermögen wird vom Frauenverband als „spitzfindig“ bewertet.

Wenn es nach kanonischem Recht rechtmäßig ist, dass ein Diözesanbischof über solche Vermögen frei verfügen kann, stimme etwas nicht. „Nein, Kardinal Woelki, das sind keine guten Nachrichten aus Rom! Es wird auch keine Ruhe einkehren in unserem Erzbistum“, kritisiert Bungartz, „der Exodus aus der Kirche wird stattdessen erneut angefacht“.

Die kfd fordert dringend Reformen in der katholischen Kirche ein. Es muss Schluss sein mit Machtmissbrauch und Männerbünden, systemische Missstände müssen behoben werden, Transparenz und demokratische Entscheidungsprozesse geschaffen werden.

Am vergangenen Wochenende hat die Diözesansynodale Versammlung zur Weltsynode im Erzbistum Köln dazu die richtigen Beschlüsse gefasst.
https://www.erzbistum-koeln.de/news/Dioezesansynodale-Versammlung-gibt-Rueckmeldung-aus-dem-Volk-Gottes-im-Erzbistum-Koeln-nach-Rom/

120 Frauen und Männer haben ein aus Sicht des kfd-Diözesanverbands Weg weisendes Papier verabschiedet. Die kfd hat an den Beschlüssen mitgearbeitet und unterstützt die darin formulierten Forderungen nachdrücklich.

Hintergrund:

Der Verband Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd)-Diözesanverband Köln e.V. hat das Ziel, Frauen in Kirche und Gesellschaft zu stärken. Das gemeinschaftliche Leben und Erleben des Glaubens stehen dabei im Mittelpunkt. Der Verband vertritt die Rechte von Frauen in Kirche, Staat und Gesellschaft. Der Diözesanverband Köln ist mit ca. 43.000 Mitgliedern der größte katholische Verband im Erzbistum Köln

Ihre Ansprechpartnerinnen für weitere Fragen:

kfd - Diözesanverband Köln e. V.
Monika Kleinefenn
01520-1642149
m.kleinefenn@kfd-koeln.de
www.kfd-koeln.de