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kfd-Bundesverband - Pressemitteilung:kfd-Statement zu Vatikan-Studie zur Rolle der Frau in der Kirche

Düsseldorf, 11. März 2026. Zum jetzt veröffentlichten Abschlussbericht einer Studiengruppe des Vatikans zur Rolle der Frau in der Kirche gibt Ulrike Göken-Huismann, die stellvertretende Bundesvorsitzende der Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) – Bundesverband e. V. ein Statment.

„Sie haben einfach die Zeichen der Zeit ignoriert“

„Eine wachsende Zahl von Frauen jeder Altersgruppe und in unterschiedlichen Teilen der Welt fühlen sich im Haus des Herrn nicht mehr zuhause – bis hin zu dem Punkt, dass sie es vollständig verlassen. Diese klare Feststellung im Bericht beschreibt eine Entwicklung, die wir als kfd seit Jahren wahrnehmen. Es ist schade, dass Rom nicht früher auf die offensichtlichen Entwicklungen reagiert hat, und damit auch nicht auf die Katholikinnen und Katholiken. Sie haben einfach die Zeichen der Zeit ignoriert.

Es war ein richtiger Schritt, dass unter Papst Franziskus im Zuge der Weltsynode die Studie initiiert wurde. Wir fordern nun den Vatikan auf, sich jetzt – und zwar in diesem Jahr – mit den Ergebnissen auseinanderzusetzen und entsprechende Änderungen im Sinne der Geschlechtergerechtigkeit anzustoßen. Konkret heißt das für uns: Eine schnelle Genehmigung der Partikularnorm zur Predigterlaubnis sowie die Zulassung von Frauen zum sakramentalen Diakonat.

Wir setzen uns seit Jahrzehnten für Reformen in der katholischen Kirche ein, damit Frauen ihre Berufung und ihre Gaben gleichberechtigt einbringen können. Für viele katholische Frauen ist die kfd selbst zu einer kirchlichen Heimat geworden. Viele bleiben der Kirche gerade wegen der Gemeinschaft und des Engagements im Frauenverband verbunden.“

Ulrike Göken-Huismann, stellvertretende Bundesvorsitzende der kfd

 

Diese Pressemitteilung sowie ggf. Pressefotos erhalten Sie beim kfd-Bundesverband.
Fragen bitte per E-Mail an: presse[ät]kfd.de

Hintergrund zur Vatikan-Studie über die Rolle der Frau in der katholischen Kirche:

Papst Franziskus hatte 2024 mehrere Studiengruppen eingerichtet. Zu den behandelten Themen gehören die digitale Mission, die Rolle der Frau, Ökumene, Polygamie, Liturgie, das Amt der Nuntien und die Auswahl von Bischöfen. Am Dienstag hat der Vatikan den Abschlussbericht einer Studiengruppe veröffentlicht. Das Dokument „Die Teilhabe von Frauen am Leben und an der Leitung der Kirche“ erklärt unter anderem, dass die Frauenfrage ein „echtes Zeichen der Zeit“ ist. Der Heilige Geist rufe durch dieses Zeichen die Kirche zur Erneuerung auf.

kfd-Frauen setzen sich seit Jahrzehnten für die Gleichberechtigung von Frauen in der katholischen Kirche ein. Mit Aktionen wie dem „Tag der Diakonin“ oder dem Aufruf zur Laienpredigt im Rahmen des „Predigerinnentag“ machen sie auf ihre Anliegen aufmerksam.

Lesetipp: Mehr Hintergrund zu der Studie geben ein Artikel des Domradios [Link zum Artikel] und ein Artikel auf katholisch.de [Link zum Artikel]. Der Bericht selbst soll als Arbeitsgrundlage für weitere synodale Prozesse dienen. Er ist in mehreren Sprachen (nicht auf deutsch) auf der offiziellen Webseite der Synode veröffentlicht [Link zum Bericht].