
Synodaler Weg:Neues von der kfd im Synodalen Weg

Was ist der Synodale Weg?
Der Synodale Weg ist ein über mehrere Jahre angelegter Reformprozess der katholischen Kirche in Deutschland. Initiiert wurde er Anfang 2019 von der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) als Reaktion auf die Missbrauchsskandale und die Veröffentlichung der MHG-Studie im September 2018. (Das Kürzel „MHG“ steht für „Mannheim, Heidelberg, Gießen“, die Institutsstandorte der beteiligten Wissenschaftler*innen.)
Ziel des Prozesses ist es, Strukturen und Lehren der Kirche kritisch zu hinterfragen und Reformen auf den Weg zu bringen, um Machtmissbrauch vorzubeugen und Vertrauen zurückzugewinnen.
Die Synodalversammlung ist das oberste Organ des Synodalen Weges und fasst die Beschlüsse. Sie setzt sich zusammen aus:
Mitgliedern der Deutschen Bischofskonferenz, 69 Vertreter*innen des Zentralkomitees der deutschen Katholiken sowie weiteren Vertreter*innen geistlicher Dienste und kirchlicher Ämter, jungen Menschen und Einzelpersönlichkeiten. Aktuell umfasst die Synodalversammlung 214 Personen.
In bisher fünf Synodalversammlungen beschlossen die Delegierten Grund- und Handlungstexte zu den Themen Macht- und Gewaltenteilung, Amt und Lebensform von Priestern, Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche sowie zur Sexualmoral.
Die sechste und letzte Synodalversammlung findet vom 29. bis 31. Januar 2026 in Stuttgart statt.
Forderungen der kfd im Synodalen Weg
Für uns als kfd ist der Synodale Weg kein abgeschlossenes Projekt, sondern ein fortlaufender Auftrag. Wir setzen uns weiterhin dafür ein, dass die beschlossenen Reformen umgesetzt werden – für eine Kirche, die den Menschen zuhört, Verantwortung übernimmt und allen Gläubigen eine gleichberechtigte Teilhabe ermöglicht.
In einer Pressemitteilung des kfd-Bundesverbands vom 20. November 2025 betont die stellvertretende kfd-Bundesvorsitzende Ulrike Göken-Huismann: „Der Synodale Weg hat bei vielen Gläubigen Hoffnung auf einen kirchlichen Aufbruch und dringend notwendige Veränderungen geweckt. Jetzt braucht es Verbindlichkeit, mutige Entscheidungen und den festen Willen, die bisherigen Ergebnisse in der Praxis umzusetzen.“
Für uns ist klar: Tiefgreifende Reformen in der katholischen Kirche sind unvermeidlich. Ein wichtiges Anliegen ist uns, die volle Gleichberechtigung von Frauen in Verantwortung und Leitung sowie die Zulassung zu allen Diensten und Ämtern der Kirche; Frauen sollen auch zum Beispiel Diakonin oder Priesterin werden dürfen.

Die Rolle der kfd im Synodalen Weg
Aus der kfd sind aktuell vier Mitglieder in der Synodalversammlung: Ulrike Göken-Huismann, Lucia Lagoda, Brigitte Vielhaus und Agnes Wuckelt.
Die kfd bringt sich seit Beginn des Synodalen Wegs aktiv ein und macht ihre Forderungen öffentlich sichtbar. kfd-Frauen waren und sind auch rund um die Synodalversammlungen aktiv. So versammelten sich zur ersten Synodalversammlung 2020 mehr als 200 Menschen zu einer Andacht mit Purpurkreuz-Windlichtern und Transparenten mit Forderungen nach einer geschlechtergerechten Kirche.
Bei der fünften Synodalversammlung 2023 machte die kfd mit einer Aktion unter dem Motto „gleich + berechtigt“ auf sich aufmerksam. Die Botschaft: Wir Frauen füllen unseren Anspruch auf einen gleichberechtigten Platz in der Kirche mit Leben. Am selben Tag veranstalteten kfd-Frauen zahlreiche Gottesdienste.
Für den 29. Januar 2026 ist eine Kundgebung und die Aktion „Lange Bank“ gemeinsam mit anderen Reformkräften geplant. Wer sich anschließen möchte, auch Nicht-kfd-Mitglieder, ist herzlich willkommen. Mehr Informationen gibt es auf der Webseite des Bundesverbands: www.kfd.de/synodalerweg
kfd-Termine rund um den Synodalen Weg
Online-Talk „Auf ein Glas Wein mit …“
Unsere Synodalinnen berichten jeweils vor und nach der 6. Synodalversammlung von den bisherigen Versammlungen, den Ergebnissen und ihren Erwartungen für die Zukunft des Synodalen Reformprozesses:
- Dienstag, 20. Januar 2026: Lucia Lagoda, Agnes Wuckelt
- Donnerstag, 22. Januar 2026: Ulrike Göken-Huismann, Brigitte Vielhaus
- Montag, 09. Februar 2026: Lucia Lagoda, Agnes Wuckelt
- Donnerstag, 19. Februar 2026: Ulrike Göken-Huismann, Brigitte Vielhaus
jeweils von 19:00 - 20:30 Uhr
Zur Anmeldung reicht eine kurze E-Mail an event@kfd.de an. Den ZOOM-Link erhalten Sie jeweils kurz vor der Veranstaltung.
Kundgebung und Aktion „Lange Bank“ am Donnerstag, 29. Januar 2026, 11:30 - 14:30 Uhr, Maritim-Hotel Stuttgart:
Gemeinsam mit weiteren Organisationen, Initiativen und Verbänden ist die Aktion „Lange Bank“ geplant. Dabei werden die Synodalen zu ihren Erwartungen an die Veranstaltung befragt und Postkarten mit dem Aufruf „Reformen nicht mehr auf die lange Bank schieben“ verteilt.
Melden Sie sich bei Fragen, zum Beispiel, falls Sie dabei sein wollen, gerne beim kfd-Bundesverband oder bei uns.
Weiterführende Links:
Weitere Termine finden Sie auf der Webseite des Vereins „Wir sind Kirche“.
Informationen zur kfd im Synodalen Weg gibt es auf der Webseite des kfd-Bundesverbands.
Die offizielle Homepage des Synodalen Wegs enthält zahlreiche Informationen zu den Synodalversammlungen und ihren Mitgliedern.
Interessanter Artikel von Claudia Lücking-Michel auf der Webseite des theologischen Feuilletons feinschwarz.net