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    Sie beteten vor Groß St. Martin für eine Erneuerung der Kirche.
    Sie beteten vor Groß St. Martin für eine Erneuerung der Kirche.
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    Der Diözesanvorstand hatte zum Montagsgebet eingeladen.
    Der Diözesanvorstand hatte zum Montagsgebet eingeladen.
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    Gebet, orientiert an den Donnerstagsgebeten der Benediktinerinnen.
    Gebet, orientiert an den Donnerstagsgebeten der Benediktinerinnen.
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    Spricht im WDR: Diözesanvorsitzenden Elisabeth Bungartz.
    Spricht im WDR: Diözesanvorsitzenden Elisabeth Bungartz.
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    Das Montagsgebet kann Generationen verbinden.
    Das Montagsgebet kann Generationen verbinden.

Wir sind in der Kirche

Das Montagsgebet will die kfd-Frauen weiter für eine gendergerechte Kirche vereinen

Köln. 21.5.2019 – Es geht weiter. Für eine gendergerechte und erneuerte Kirche kamen etwa 40 kfd-Mitglieder zum ersten Montagsgebet vor Groß St. Martin zusammen. Eingeladen hatte der Diözesanvorstand. Denn nach #MachtLichtAn und Maria 2.0 wollen sich viele kfd-Frauen weiter beharrlich für eine gendergerechte und erneuerte Kirche engagieren. Künftig soll es daher bis auf Weiteres einmal im Monat an einem Montag ein Montagsgebet geben.


„Unsere Frauen vor Ort haben schon an so vielen Orten Klagegottesdienste mit vielen Frauen und Männern gehalten und von daher hoffe ich, dass zumindest etwas angestoßen ist und auch etwas in Bewegung kommt, an dem auch unsere Kleriker nicht vorbeikommen,“ meint Diözesanvorsitzende Elisabeth Bungartz zu dem großen Zuspruch für die verschiedenen Aktionen wie #MachtLichtAn oder Maria 2.0.

Gut, dass es jetzt das Montagsgebet gibt

Teilnehmerinnen am Montagsgebet hätten ausdrücklich betont, wie wichtig es ist, dass diese nicht auf die Ortsgruppen beschränkt bleiben. Es müsse auch auf der diözesanen Ebene, dem Diözesanverband, Gelegenheit geben, dem Anliegen Ausdruck zu verleihen. Andere hätten ihr geschrieben oder sie angerufen. „Gut, dass es jetzt auch diesen Gottesdienst vor Groß St. Martin gibt,“ das war der Tenor. Denn – auch das war zu spüren in den vergangenen Wochen – die kfd-Mitglieder wurden auch ungeduldig. Kritik von kfd-Mitgliedern an der Forderung den Missbrauch in der Kirche endlich richtig aufzuklären und den Klerikalismus zu beenden, höre sie  hingegen selten.

Die Sorge bleibt, dass sich nicht genug ändert

Auch wenn einerseits der große Zuspruch, den die örtlichen kfd-Gruppen mit ihren Aktionen seit dem Winter und in der vergangenen Woche mit dem Kirchenstreik zeigten, ermutige – Elisabeth Bungartz ist auch skeptisch. „Ich habe Sorge, dass wir trotzdem nicht viel weiterkommen. Ich würd´s mir wünschen, aber ich glaube nicht, vor allen Dingen hier in Köln nicht.“

Kleine: Diese Bewegung ist nicht gegen die Kirche

Diözesanpräses Robert Kleine, der auch Mitglied der Frauenkommission der Deutschen Bischofskonferenz ist, hatte im Domradio Verständnis für die Frauen gezeigt: „Es ist ja keine Bewegung, die gegen die Kirche ist, sondern vielmehr möchte, dass die Kirche eine gute Zukunft hat. Und die Frauen sind bereit, an und mit dieser Zukunft zu arbeiten.“ Er befürworte zwar nicht das Bestreiken von Gottesdiensten, „aber mit eigenen Gottesdiensten den Forderungen Nachdruck zu verleihen und um den Geist der Unterscheidung zu bitten, das befürworte ich sehr,“ sagte er unter anderem in dem Interview.

Wir wollen die Kirche nicht spalten

Die kfd-Mitglieder, die am Montag, letzte Woche und all die Wochen zuvor für ihre Kirche beteten, tun, was sie als gläubige Frauen für richtig halten. Und sie wollen das für und mit ihrer Kirche tun, das betont auch Diözesanvorsitzende Elisabeth Bungartz. „Wir sind nicht gegen die Kirche und wir wollen sie auch nicht spalten, wir wollen die Kirche erneuern. Dazu gehört es, den Missbrauchsskandal aufzuklären, die Täter vor weltliche Gerichte zu stellen und die Frage nach den sakramentalen Ämtern für Frauen mit den Klerikern in einem echten Dialog zu diskutieren“, sagt Bungartz.
Sabine Schleiden-Hecking

Fotos: Jörg Brock

Termine
Die nächsten Montaggebete finden statt 24. Juni und am 15. Juli 2019, jeweils 16.30 Uhr vor Groß St. Martin in Köln

Hinweis: Das Montagsgebet wird nach dem Vorbild des Donnerstagsgebetes der Benediktinerinnen von Kloster Eibingen/Rüdesheim und Kloster Fahr bei Zürich gebetet. Hier finden sich auch die Gebetsvorlagen.
Das im Montagsgebet gesprochene Segensgebet kann bei der kfd-Geschäftsstelle angefordert werden.
E-Mail: info [at] kfd-koeln [dot] de

Links

im WDR: Nachricht Montagsgebet in der Lokalzeit Köln/WDR

im Domradio: Interview Diözesanpräses Robert Kleine

im Domradio: Statement zur Aktion von Elisabeth Bungartz

Bericht über die Aktion #MachtLichtAn im Erzbistum Köln