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    Mache dich auf und werde Licht - die kfd-Mitglieder zünden im Dom ein Licht für alle an.
    Mache dich auf und werde Licht - die kfd-Mitglieder zünden im Dom ein Licht für alle an.
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    Bei allen drei Gottesdiensten im Jubiläumsjahr waren die Bänke bis in die hintersten Reihen besetzt.
    Bei allen drei Gottesdiensten im Jubiläumsjahr waren die Bänke bis in die hintersten Reihen besetzt.
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    Der kfd-Diözesanvorstand mit Kardinal Woelki und dem Erzbischof von Tokio nach dem feierlichen Pontifikalamt.
    Der kfd-Diözesanvorstand mit Kardinal Woelki und dem Erzbischof von Tokio nach dem feierlichen Pontifikalamt.
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    Fast 400 Frauen gingen in einer kleinen Prozession nach dem Gottesdienst zum Schiffsanleger nahe Groß St. Martin.
    Fast 400 Frauen gingen in einer kleinen Prozession nach dem Gottesdienst zum Schiffsanleger nahe Groß St. Martin.
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    Passend zum Advent war das Schiff, auf dem die kfd-Mitglieder feierten, festlich geschmückt.
    Passend zum Advent war das Schiff, auf dem die kfd-Mitglieder feierten, festlich geschmückt.

Wir brauchen die kfd – eine Bilanz

Kardinal Woelki: "Schenken Sie dem Glauben weiter Ihr Gesicht!"

Köln. 3.12.2018 – 100 Jahre kfd im Erzbistum Köln: Am 30. November feierten kfd-Mitglieder im Kölner Dom mit einem Pontifikalamt mit Kardinal Woelki und dem Erzbischof Tarcisius Isao Kikuchi vom Partnerbistum Tokio den Abschluss eines bewegten Jubiläumsjahres. Was ist die Bilanz dieses Jahres?


Bilanz: Die kfd lebt mit und aus den Mitgliedern heraus

Lydia Wallraf-Klünter, die Diözesanvorsitzende, fühlt sich bestärkt: Der Verband ist eine große Gemeinschaft im Glauben und im Leben, „die kfd lebt mit und aus den Mitgliedern heraus“, sagte sie. Viele tausend kfd-Mitglieder hätten die Veranstaltungen und die Gottesdienste besucht.

Weiter mit Freude und Zuversicht

Sie sei dankbar für dieses Jahr und stolz auf den Verband. In ihrer Begrüßung im Kölner Dom, der wieder wie auch beim Jubiläumsgottesdienst am 5. Februar und beim FrauenWort am 26. September bis fast auf den letzten Platz besetzt war, verwies sie auf eine große Stärke der kfd: „Wir haben in diesem Jahr wieder bewiesen, was es heißt, mittendrin im Glauben und im Leben zu stehen und in der Nachfolge Jesu Christi die Frohe Botschaft in Wort und Tat in die Welt hinein zu tragen.“

Sie wies ausdrücklich darauf hin, dass man sich auch nicht durch die massiven Erschütterungen in der Kirche, nicht zuletzt durch den Missbrauchsskandal entmutigen lassen wolle – im Gegenteil, im Vertrauen auf Gotte wolle man den Dienst in und an der Kirche mit Freude und Zuversicht fortsetzen.

Gründerinnen der kfd haben Strahlkraft bis heute

Auch Kardinal Woelki bezog sich in seiner Predigt auf die starke Präsenz der kfd in Kirche und Gesellschaft: Der Gestaltungswille der Mitglieder zeige sich in dem Leitmotiv, das sich der Verband für das Jubiläumsjahr gegeben habe: „Glauben.Tatkraft.Positionen.“. Die kfd als größter Frauenverband bundesweit bekenne Farbe, beziehe Position und schaffe Orte gelebten Glaubens. Die Gründerinnen der kfd hätten Strahlkraft bewiesen im Vorangehen für die Frauen, ein Vorbild für alle auch heute „nicht locker zu lassen, Gleichberechtigung voranzutreiben, Demokratie zu fördern und zu schützen und die Welt, in der wir leben, aus dem christlichen Glauben heraus zu gestalten“.

Glauben.Tatkraft.Positionen.

 Er selbst könne aus persönlicher Erfahrung sagen, wie sehr man sich auf die kfd verlassen könne. „Danke, dass Sie in unseren Tagen der Kirche und Ihrem Verband Ihr Gesicht geschenkt haben und schenken, um so Christus berührbar und anschaubar zu machen. Für diese Zukunft, die vor uns liegt, brauchen wir deshalb weiterhin Glauben, Tatkraft, Positionen. Oder ganz einfach anders gesagt: Wir brauchen die kfd!“

Frauen machen sich für ihre Kirche stark

Brigitte Vielhaus, die Geschäftsführerin des kfd-Bundesverbandes, hat stark beeindruckt „wie viele Frauen sich an den Gottesdiensten im Kölner Dom beteiligt haben. Da wird deutlich, dass Frauen Gemeinschaft im Glauben suchen.“ Die kfd im Diözesanverband Köln mache sich stark für ihre Kirche, das habe sie auch in vielen Gesprächen gehört. Und es gebe es viele, die sich in ihren Pfarrgemeinschaften mit einer Andacht am 12. Dezember an der Aktion „#MachtLichtAn – erneuert die Kirche“ beteiligen. Darin setzen sich die Frauen für einen andern Umgang mit dem Missbrauchsskandal ein.

Fröhlicher Ausklang auf dem Rhein

Nach dem Gottesdienst zog eine beeindruckende „Prozession“ von rund 400 Frauen mit Kerzen in den Händen zum Rhein, wo auf dem festlich geschmückten Rheindampfer MS Rheinenergie vor der lichterfüllten Rheinpromenade ein festlich-fröhlicher Ausklang des Jubiläumsjahres gefeiert wurde.

Es gab viele Sternstunden

Es war viel Anerkennung zu hören: „Die kfd hat uns in diesem Jahr Sternstunden geschenkt,“ sagt beispielsweise Petra Börsch, die Regionalleiterin des Kreisdekanates Rhein-Erft-Nord und meinte damit (nicht nur): die Schifffahrt „Rheintöchter unterwegs“ im Juli oder das Spätsommerfest rund um Groß St. Martin mit der Ausstellung „100 Jahre Frauenleben“, die große Jubiläumsmesse am 5. Februar oder das beeindruckende FrauenWort mit Annette Schavan, das vor 20 Jahren das erste Mal gesprochen wurde und damals eine Wegmarke in der Beteiligung von Frauen an der Gestaltung der Liturgie war.   

Einen Tag lang Segen

Dazu gehörte für Renate Röblitz von der kfd St. Maria Königin in Sindorf auch der Studientag „Du sollst ein Segen sein“ mit Professorin Birgit Jeggle-Merz. Sie erinnert sich gern an einen Tag, an dem sie sich einmal ganz einem spirituellen Thema widmen konnte und selbst einen Segen geschrieben hat – „sich dafür die Zeit zu nehmen, das hat mir gut gefallen.“

kfd ist Gemeinschaft und Heimat

Dieses Jahr war ein großes Gemeinschaftsjahr, wie oft auf dem Schiff zu hören war. Und so hat sich erfüllt, was Lydia Wallraf-Klünter als wichtiges Ziel zu Beginn des Jubiläumsjahres benannt hatte: „Die kfd soll Heimat für die Mitglieder sein.“ Oder wie Margarethe Hölscher von der kfd St. Josef, Köln-Porz-Mitte es so schön zusammenfasst: „Die Kombination Glauben und Feiern gehört zusammen, das kann doch für unsere Kirche nur gut sein.“
Sabine Schleiden-Hecking

Fotos: Jörg Brocks

Tipp: Lesen Sie hier die Berichte über einige Veranstaltungen im Jubiläumsjahr

  • Das Fest zum Gründungstag der kfd am 5. Februar 1918 hier
  • Der Aschermittwoch der kfd hier
  • FrauenFrühstücksZeit mit Hildegard von Bingen hier
  • Der Equal Pay Day hier
  • Spiritueller Studientag "Ich will dich segnen" hier
  • Das kfd-Mobil tourt durch das Erzbistum hier
  • Die Rheintöchter unterwegs auf dem Rhein hier
  • Das Spätsommerfest rund um Groß St. Martin und die Ausstellung "100 Jahre Frauenleben" hier
  • Das Jubiläums-FrauenWort im Kölner Dom mit Bundesministerin a.D. Annette Schavan hier
  • Das Politische Frühstück zu 100 Jahre Frauenwahlrecht hier

 

Ausführlicher Bericht im DomRadio über den Festgottesdienst hier