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    Auf die Idee muss man mal kommen: Mit Teelichtern und Tontöpfen eine Wärmequelle für die Terrasse basteln.
    Auf die Idee muss man mal kommen: Mit Teelichtern und Tontöpfen eine Wärmequelle für die Terrasse basteln.
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    Die Zertifikate überreichte die Sprecherin des Ständigen Ausschusses Hauswirtschaft und Verbraucherthemen, Anni Rennock (links), an die Teilnehmerinnen des Projektes.Die Zertifikate überreichte Anni Rennock (links) an die Teilnehmerinnen des Projektes.
    Die Zertifikate überreichte die Sprecherin des Ständigen Ausschusses Hauswirtschaft und Verbraucherthemen, Anni Rennock (links), an die Teilnehmerinnen des Projektes.
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    Immer ein Blickfang und Aufforderung zum Mitmachen: Das kfd-Glücksrad - dieses Mal mit Fragen zur Umwelt.
    Immer ein Blickfang und Aufforderung zum Mitmachen: Das kfd-Glücksrad - dieses Mal mit Fragen zur Umwelt.
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    Sylvia Kotting-Uhl, die Vorsitzende des Umweltausschusses des Bundestages interessierte sich sehr für die Ergebnisse des kfd-Projektes.
    Sylvia Kotting-Uhl, die Vorsitzende des Umweltausschusses des Bundestages interessierte sich sehr für die Ergebnisse des kfd-Projektes.

Wie kann man eine Terrasse heizen?

Abschluss des Projektes "Zukunft: nachhaltig und geschlechtergerecht"

Köln, 4.10.2018 – Fünf kfd-Frauen aus dem Diözesanverband Köln haben sich fit gemacht in Sachen Klima und Umwelt. Sie haben am Qualifizierungsprojekt des kfd-Bundesverbandes „Zukunft: nachhaltig und geschlechtergerecht“ teilgenommen. Mitte September erhielten sie bei einer großen Abschlussveranstaltung in Mainz ihre Zertifikate.


Beim kfd-Sommerfest Ende August konnten sich Besucherinnen erstmals ein Bild von dem machen, was erarbeitet wurde. Auf der Terrasse der Geschäftsstelle, die dafür extra mit bienenfreundlichen Kübelpflanzen geschmückt worden war, präsentierten sie ihre Ideen.

Terrassenheizung und Glücksrad für Umweltzwecke

Auf viel Begeisterung stießen praktische Beiträge wie die Terrassenheizung aus Blumentöpfen, eine echte Alternative zu den stromfressenden Heizstrahlern und das kfd-Glücksrad mit Fragen rund um den Klimaschutz. Außerdem haben wurde gezeigt, wie Plastik im Alltag vermieden werden kann, wie klimafreundliche Mobilität gelingt und welche Bedeutung die Enzyklika Laudato Si´ von Papst Franziskus hat.

Zukünftig wichtiger Bestandteil im Bildungsangebot des Diözesanverbandes

Die einzelnen Projektteilnehmerinnen sind bereit, ihre Themen auch bei Bildungsveranstaltungen und in kfd-Gruppen vorzustellen. Fest steht auch schon, dass nachhaltiges und geschlechtergerechtes Handeln weiterhin fester Bestandteil in der Arbeit des Diözesanverbandes sein wird. So wird dazu auf der nächsten Delegiertenversammlung Mitte November daran weitergearbeitet, für 2019 sind ein Workshop zum Bau von Bienenhotels geplant und ein nachhaltiger Stadtrundgang in Düsseldorf.

Bundesweit schon jetzt 2000 Menschen erreicht

Bis jetzt schon sind bundesweit mit dem Projekt mehr als 2.000 Menschen erreicht worden. Insgesamt 30 Teilnehmerinnen aus zehn Diözesanverbänden haben daran teilgenommen. Damit ist dieses Qualifizierungsprojekt des kfd-Bundesverbandes das bisher Erfolgreichste. Nie haben sich mehr Diözesanverbände mit mehr Teilnehmerinnen an einer solchen Maßnahme beteiligt.

Nachahmung wird leicht gemacht

Monika von Palubicki, stellvertretende kfd-Bundesvorsitzende sagte bei der Präsentation der Ergebnisse in Mainz: „Mit Ihren Projekten stärken Sie den Verband als Veränderungskraft. kfd-Mitglieder leben einen nach­haltigen Lebensstil vor, und Nachahmung wird leicht gemacht. So ist das private Handeln politisch wirkmächtig.“ Die kfd werde dazu im nächsten Jahr ein Positionspapier verabschieden, kündigte sie an.

Von Mehrweg-Brottaschen zum EU-Prüflabel EMAS

Zu den Projekten in den anderen Diözesanverbänden gehörten zum Beispiel ein kommunales Frauenfrühstück, öko-faire Ausflüge, Kooperationen mit dem Bäckerhandwerk für Mehrweg-Brottaschen oder Plastikfasten im Selbst­versuch. Der Diözesanverband München-Freising strebt das anspruchsvolle EU-Prüflabel EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) für seine Geschäftsstelle an, ein weiterer Diözesanverband verpflichtete sich mit allen 500 Ortsgruppen, nur noch fair gehandelten Kaffee und Tee auszu­schenken.

Vorsitzende des Umweltausschusses des Bundestages begeistert von der kfd

Das Projekt erweckte auch das Interesse der Vorsitzenden des Umweltausschusses des Bundestages, Sylvia Kotting-Uhl (MdB Bündnis90/Die Grünen). Sie war extra zur Verleihung der Zertifikate nach Mainz gekommen und lobte beim Podiumsgespräch das Engagement der kfd als „großartig“. Allerdings könne die Gesellschaft die Welt nicht retten ohne entsprechende politische Rahmenbedingun­gen, so Kotting-Uhl. Applaus erhielt sie für ihre Forderungen nach Verboten von Plastik­ver­packungen oder danach Flugbenzin zu besteuern.

Klima-Allianz Deutschland rechnet mit der kfd

Der Geschäftsführerin der Klima-Allianz Deutschland zufolge, Christiane Averbeck, zufolge haben die Projektteilnehmerinnen einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung Deutschlands geleistet: „Sie haben gehandelt und nicht nur geredet.“ Jetzt gelte es, am Ball zu bleiben und Routinen zu entwickeln. Sie empfahl, die Ergebnisse ins politische Berlin zu tragen. Der kfd-Bundesverband kooperiert schon lange mit der Klima-Allianz, in der er auch Mitglied ist.

„Bieten Sie den Bischöfen Ihre Unterstützung an“

Auch der Weg in die Kirchen und Gemeinden stehe der kfd und ihren Mitgliedern offen. Thomas Kamp-Deister, Referent für Schöpfungsbewahrung des Bistums Münster, verwies auf die Enzyklika „Laudato Si‘“ als Grundlage für das Projekt, mit der Papst Franziskus einen Kulturwan­del angestoßen habe. Mit Blick auf das Umweltengagement der Kirche sagte er: „Bieten Sie den Bischöfen in Ihren Diözesanverbänden Ihre Unterstützung an, denn die kfd ist ein Verband, mit dem man rechnen kann.“
Sabine Schleiden-Hecking

Fotos: Jörg Brocks und Angelika Stehle

Zum Weiterlesen
"Zukunft: nachhaltig und geschlechtergerecht": alle Informationen zum bundesweiten Projekt hier