Video-Veranstaltungen erfolgreich

Trotz Corona zusammenkommen – vor dem Bildschirm war das kein Problem

Köln, 7.7.2020 – Keine sagt: „Ich muss zum Zug.“ Für kfd-Referentin Astrid Kafsack fasst dieser Satz schon einmal ganz gut zusammen, warum ein Video-Gespräch mit kfd-Vorständen eine gute Alternative zu persönlichen Treffen sein kann. Wer zuhause bequem vor dem Bildschirm an einer Veranstaltung teilnehmen kann, spart Zeit und Kosten.


Vier Monate lang waren persönliche Zusammentreffen bei kfd-Veranstaltungen nicht möglich und dennoch sollte ja die kfd-Arbeit weitergehen. Also starteten sie und ihre Kolleginnen mit Video-Gesprächen zu vielen verschiedenen Themen. Sie leitete eine Schulung zur Kassenverwaltung und lud Vorstandsteams zu einer lockeren Gesprächsrunde rund um die Vorstandsarbeit ein. Mit Erfolg: Zuerst ein bisschen skeptisch, so haben sich die Teilnehmerinnen doch schnell am Bildschirm und mit der neuen Form zurechtgefunden.
 

Alle haben sich wohl gefühlt

„Die Frauen haben sich wohl gefühlt, sie waren froh, nicht fahren zu müssen“, hörte sie beim Feedback. Insbesondere bei der Kassenschulung war es sogar ein Vorteil, dass jede vor einem Bildschirm saß – so hätten sich alle die Schaubilder, die sie zeigte, gut anschauen können. Eine Leinwand im Tagungsraum sei doch weiter weg und Details lassen sich anders, als bei der Video-Konferenz, bei der der Bildschirm „geteilt“ werden kann, nicht so gut zeigen.

Regeln müssen eingehalten werden

Allerdings: Die Leitung muss noch mehr als sonst darauf achten, alle im Blick zu haben. Nicht alle sind immer so diszipliniert bei der Wortmeldung und fangen schon mal an zu sprechen, ohne auf die anderen zu achten. „Man muss sich auf mehr Regeln verständigen als sonst“, sagt Astrid Kafsack und länger als anderthalb Stunden sollten nach ihrer Erfahrung die Gesprächsrunden nicht dauern. Und es fehlte natürlich die Gelegenheit für das Gespräch zwischendurch in den Pausen und das persönliche Kennenlernen, dass gerade die kfd-Frauen so sehr schätzen.

Es ging gut, das Beten am Computer

Wenn man sich persönlich kennt, so hat es auch Gertrud Granel beim Bibel-Teilen online erlebt, dann kann ein Video-Gespräch gut funktionieren. Die stellvertretende Vorsitzende des Stadtverbandes Bonn hat das gleich zweimal erlebt. Die ehemalige Lebensmittelchemikerin hatte bereits im Berufsleben Video-Konferenzen kennengelernt. Und war dann aber doch überrascht „wie gut das ging: fromm sein am Computer,“ sagt sie lachend. „Das war tatsächlich eine neue Erfahrung.“ Wenn man sich schon kenne, dann eröffne ein Video-Gespräch neue Möglichkeiten. Man könne sich eine Stunde aus dem Alltag nehmen, ohne dafür lange Fahrtzeiten in Kauf zu nehmen. „Für eine Stunde Bibelteilen wäre ich sicher nicht bis nach Köln gefahren“, sagt sie. Aber immer mal wieder ein Bibelteilen zuhause vor dem Computer-Bildschirm, das kann sie sich gut vorstellen.

Bibel-Teilen online wird fortgesetzt

Andrea Osten-Hoschek, Theologin und kfd-Referentin hatte die ersten spirituellen Bibelgespräche im Mai und Juni vorbereitet, wegen des guten Zuspruches werden sie auch weiter angeboten. Bis Ende August sind drei weitere Termine fest eingeplant. „Es kann eine spirituelle Gebetsatmosphäre entstehen“, so hat sie es selbst erlebt. Höchstens acht Frauen sind dabei, damit jede auch etwas sagen kann.

Mit den anderen Frauen verbunden fühlen

Denn beim Bibel-Teilen geht es schließlich darum zu hören, was die anderen in der jeweiligen Bibelstelle, zum Beispiel im Tagesevangelium, entdecken und daraus wieder neue Impulse für sich selbst zu bekommen. Wichtig dabei sei natürlich, dabei immer in die Kamera zu schauen und sich nicht gegenseitig ins Wort zu fallen, meint Osten-Hoschek. Ihre persönliche Bilanz zum Bibelteilen am Computer: „Ich bin dann mit Kopf und Herz dabei, ich kann beten, mitsingen und fühle mich mit den anderen Frauen verbunden.“

Aus der Not eine Tugend gemacht

Bibel-Teilen, verbandliche Schulungen, Predigerinnentag und Tag der Diakonin und die erste Veranstaltung zur bundesweiten Aktionswoche „Frauen, wem gehört die Welt?“ – sind in den Augen von kfd-Geschäftsführerin Monika Kleinefenn gute Beispiele dafür, wie aus der Not geborene Veranstaltungsformate wie das Video-Gespräch, die Online-Gottesdienste oder die Video-Konferenz zur Leitung des Verbandes sich als Bereicherung erwiesen haben. Auch das Montagsgebet für eine geschlechtergerechte Kirche an jedem ersten Montag im Monat hat per Video stattgefunden. Gerade dafür eignet sich das Format gut, weil es kfd-Frauen aus dem ganzen Erzbistum für eine halbe Stunde zusammenbringen kann.

Vorstand und Referentinnen immer im Kontakt

„Trotz Corona und fehlenden persönlichen Treffen waren Vorstand und Referentinnen immer im Kontakt und wir konnten unsere Arbeit gut machen“, sagt sie. Natürlich hätten die die persönlichen Begegnungen gefehlt und man arbeite intensiv daran, diese wieder zu ermöglichen. Das gehöre einfach zur kfd dazu und so freut sie sich auch darüber, dass nun auch wieder Präsenzveranstaltungen möglich werden. Hierbei werden natürlich alle Abstands- und Hygienevorschriften zur Sicherheit aller streng eingehalten.

Zweigleisig fahren in Zukunft

Was auch bedeutet, dass manche Veranstaltungen wie zum Beispiel das Politische Frühstück im September oder das Wochenend-Seminar „Eine neue Zeit beginnt“ für Frauen in Umbruchsituationen mit weit weniger Teilnehmerinnen stattfinden werden, als es sonst möglich war. Ganz klar ist für sie aber auch: „Wir werden in Zukunft sicherlich zweigleisig fahren und die Vorteile, die Online-Formate bieten, nutzen und ausbauen.“
Sabine Schleiden-Hecking

Foto: kfd-Diözesanverband Köln

Weitere Video-Veranstaltungen sind geplant. Bitte informieren Sie sich hier