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    Filme zum Thema "Stärken und Schwächen" zeigten besondere Facetten.
    Filme zum Thema "Stärken und Schwächen" zeigten besondere Facetten.
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    Im Tagungshaus in Altenberg gleich neben dem Altenberger Dom fühlten sich alle wohl.
    Im Tagungshaus in Altenberg gleich neben dem Altenberger Dom fühlten sich alle wohl.
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    Märchenerzählerin Maria Zeyen (stehend) verzauberte ihre Zuhörerinnen.
    Märchenerzählerin Maria Zeyen (stehend) verzauberte ihre Zuhörerinnen.
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    In der Mitte, was auch für den Tag wichtig war.
    In der Mitte, was auch für den Tag wichtig war.
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    Gutschein fürs besondere Jubiläumsgeschenk ...
    Gutschein fürs besondere Jubiläumsgeschenk ...

Stolz auf 175 Jahre kfd

Ein Besinnungstag in Altenberg als Jubiläumsgeschenk

Köln/Altenberg, 7.10.2019 – „Wir sind stolz auf 175 Jahre kfd und freuen uns über dieses  großzügige Geschenk“, so bedankten sich die kfd-Mitglieder aus Hückeswagen im bergischen Land für ein ungewöhnliches Geschenk zum Jubiläum im Februar: ein Besinnungstag für die Gruppe in Altenberg. 30 Mitglieder waren nach Altenberg gekommen, wo sie die geschäftsführende Diözesanreferentin Ursula Sänger-Strüder erwartete und sie durch den Tag begleitete.


Die Frauen sind stolz auf eine so lange Tradition der kfd in ihrer Stadt, das wird bei der Begegnung deutlich. Auch viele hochbetagte kfd-Frauen sind an diesem sonnigen Herbstmontag mitgekommen, um das Geschenk des kfd-Diözesanverband einzulösen.

Von Stärken und Schwächen

Das Motto des Besinnungstages „Von Stärken und Schwächen“ offenbarte direkt nach dem Morgenimpuls, dass sich dahinter eine zutiefst weibliche Frage versteckt. Anhand von drei, von Franziska Osten gemalten Bildern, setzten sich die Teilnehmerinnen in kleinen Gruppen mit der Frage um Stärken und Schwächen auseinander. In der sich anschließenden Plenumsrunde hieß es sehr oft „ich habe ein Helferinnensyndrom“ oder „Ich kann nicht nein sagen“.

Schwach oder stark?

Vielfach legten die Frauen das als eine Schwäche aus, obwohl – und das ergab der Austausch untereinander – helfen, für andere dazu sein, ja eine ureigene christliche Tugend ist. Und, dass Frauen oft nicht „Nein“ sagen können, ist vielfach anerzogen worden. Gerade die älteren müssten lernen, sich abzugrenzen, auch wenn es schwerfalle. Das aber sei zum eigenen Schutz notwendig, hieß es in der Runde.

Zwei Seiten einer Medaille betrachten

Wichtig war aber auch die Erkenntnis, dass Stärken auch Schwächen und Schwächen auch Stärken sein können. So kann Neugier sowohl als Schwäche wie als Stärke ausgelegt werden. Wer neugierig ist, dem eröffnen sich oft unbekannte Welten.

„Der Elefant und das Fahrrad“

In einer meditativen Einzelarbeit beschäftigten sich die Frauen mit den eigenen Stärken und Schwächen und tauschten sich in Murmelgruppen aus. Vertieft wurde die Thematik durch die beiden Kurzfilme „Der Elefant und das Fahrrad“ und „Das Geschenk“. Sie zeigen und interpretieren die Ambivalenz von Stärken und Schwächen mit besonderen filmischen Mitteln. Später, bei der Reflexion am Nachmittag, wurde dieser Teil des Besinnungstags als ein besonders wertvoll
von den Teilnehmerinnen bewertet.

Im Reich der Märchen

Maria Zeyen aus Hennef gestaltete das Nachmittagsprogramm mit. Die Märchenerzählerin zog ihre Zuhörerinnen in den Bann und trug mit dem kanadischen Märchen „Der stille Prinz“ weitere Facetten zum Thema bei. Die Frauen waren begeistert dabei, als danach die Inhalte dieses außergewöhnlichen Märchens und seine Charaktere miteinander erarbeitet wurden.

Gestärkt in den Alltag

Am Ende des Tages wurde deutlich, dass sich die beiden Teile des Besinnungstages gut miteinander verbunden und ergänzt haben. Die Frauen konnten aus dem Vormittag sowie aus dem Nachmittag vieles für den persönlichen Alltag mitnehmen. Die einen hoben die Gespräche in den Kleingruppen am Vormittag hervor, die ihnen besonders wertvoll erschienen, die anderen konnten sich mit dem Thema über die Kurzfilme nähern und wieder andere waren von Märchenerzählerin und vom Märchen über den stillen Prinzen begeistert. Zum Abschied erzählte Maria Zeyen als besonderes Schmankerl dann noch das Märchen vom „Junker Tod und die Apfelbäume“.

Ein Geschenk, von dem die ganze kfd-Gruppe etwas hat

Die Frauen bedanken sich bei dem Diözesanvorstand und der Tagungsleitung Ursula Sänger-Strüder für den großartigen Tag, der ihnen geschenkt wurde. Es wäre eine tolle Idee, solche Jubiläumsgeschenke zu machen. Die ganze kfd-Gruppe habe etwas davon. Man nehme viel mit von diesem Altenberger Tag und das Ambiente der renovierten Jugendbildungsstätte mit dem leckeren Essen hätten auch zu einer gelungenen Auszeit vom Alltag beigetragen.
Als Zitat für den Nachhauseweg gab Ursula Sänger-Strüder ein Wort von Theodor Roosevelt mit: „Wer stark ist, kann sich erlauben, leise zu sprechen.“

Nachtrag: Montagsgebet

Nachtrag: Fast zeitgleich mit dem Montagsgebet „gleich und berechtigt“, das in Köln vor Groß St. Martin gebetet wurde, betete die Gruppe zusammen mit Ursula Sänger-Strüder und Maria Zeyen in der Christkönig-Kapelle in Haus Altenberg die Gebete. So waren die Frauen in Köln und die in Altenberg untereinander, miteinander verbunden. Denn die Kraft des Gebets trägt alle und die Heilige Geistkraft inspiriert und schafft Neues.
Ursula Sänger-Strüder

Fotos: Ursula Sänger-Strüder und kfd-Diözesanverband Köln