Mehr Hospiz- und Palliativarbeit

kfd LAG-NRW: Landesregierung muss mehr tun

10.8.2015 Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen (NRW) muss mehr für eine gute ambulante Palliativversorgung im ländlichen Bereich tun. Das ist eine der Forderungen, die die Landesarbeitsgemeinschaft Nordrhein-Westfalen der kfd (LAG kfd-NRW) aufstellt. Die Vertreterinnen der fünf nordrhein-westfälischen Diözesanverbände haben in einem Positionspapier Mitte Juni sechs Eckpunkte für eine Verbesserung die Palliativ- und Hospizversorgung in NRW verabschiedet. Denn die konkrete Umsetzung der entsprechenden Gesetzgebung des Bundes ist Länderangelegenheit.


 

Mehr Pflegeplätze und bessere Ausbildung

Zu den Forderungen gehört zum Beispiel auch die nach einer besseren flächendeckenden „wohnortnahen“ stationären Alternative für Menschen, die nicht mehr allein zuhause leben oder versorgt werden können. Auch sollten das Pflegepersonal in Krankenhäusern und in Pflegeheimen sowie die Ärzteschaft besser für eine würdevolle Begleitung von Sterbenden qualifiziert werden. Dafür gälte es Qualitätsstandards zu entwickeln.

 

Hospize dürfen sich nicht auf Ehrenamtliche verlassen müssen

Schließlich muss auch Schluss damit sein, dass der Einsatz von Ehrenamtlichen und Geldspenden für den Betrieb von Hospizen einkalkuliert wird, fordern die nordrhein-westfälischen kfd-Verbände. Sie vertreten insgesamt etwa 336 000 kfd-Mitglieder.
Palliativ- und Hospizversorgung sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, für die es finanzielle Planungssicherheit und ausreichende hauptamtliche Strukturen geben müsse.

Das Thema wird auf der nächsten Konferenz der LAG kfd-NRW im Herbst 2015 „sicherlich weiterhin eine große Rolle spielen“, wie Geschäftsführerin des Diözesanverbandes Köln, Ursula Sänger-Strüder, sagt. Unter anderem wird es dann auch einen Informationsaustausch mit dem neuen Leiter des Katholischen Büros Düsseldorf, Dr. Antonius Hamers, geben.

 

Politisches Frühstück am 21. November

Der kfd-Bundesverband hat bundesweit zur Aktion „Leben bis zuletzt“ aufgerufen, in der auch die kfd-Gruppen aufgefordert werden, sich öffentlich für einen würdevollen Platz von Kranken und Sterbenden in der Gesellschaft einzusetzen. Der kfd-Diözesanverband macht die Aktion zum Thema des Politischen Frühstückes, das am 21. November im Startplatz, Mediapark Köln, stattfinden wird. Denn auch für den kfd-Diözesanvorstand „sind der Lebensschutz und die Wahrung der Würde des Menschen bis an sein Lebensende zentrale Forderungen“, heißt es zur Zielsetzung der Veranstaltung. Diese durchzusetzen, dafür bedürfe es des Engagements jedes Einzelnen und jeder Einzelnen. Nichts dürfe unversucht bleiben, die Palliativmedizin in Deutschland zu fördern.

 

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Positionspapier im Downloadbereich auf dieser Seite
kfd-Aktion Leben bis zuletzt