Marta – und ich?!

Die verschiedenen Facetten einer biblischen Frauengestalt

Köln, 24.7.2020 – Vielen – insbesondere Frauen  – ist die Erzählung von Maria und Marta im Lukas-Evangelium (Lk 10, 40-44) gut bekannt. Weitaus weniger bekannt ist die Erzählung aus dem Johannes-Evangelium (Joh 11, 19-27), in der es um die Auferstehung der Toten geht.

Vielleicht ist der Gedenktag der Marta von Bethanien am 29. Juli einmal Anlass darüber nachzudenken, welche Rolle und Aufgabe Frauen als Verkünderinnen des Glaubens in der Kirche einnehmen können!?

Im Download-Bereich finden Sie eine Auslegung der biblischen Texte von unserer kfd-Referentin Hildegard Müller-Brünker sowie eine Anregung für einen Gottesdienst von der geistlichen Begleiterin des kfd-Bundesverbandes, Ulrike Göken-Huismann.

 

Marta und Maria - zwei Schwestern in mir

Marta,
emsig und tüchtig,
zupackend und handelnd,
aktiv und sorgend,
eine Frau, die weiß, was grad dran ist.

Maria,
einfühlsam und still,
zuhörend und abwartend,
sehnsuchtsvoll und offen,
eine Frau, die spürt, was grad dran ist.

In meinem Leben gibt es
Marta-Zeiten:
Zeit zu planen, zu handeln,
für andere da zu sein,
Maria-Zeiten:
Zeit, still zu sein und zuzuhören,
für sich selbst da zu sein.

Heute Marta, morgen Maria,
die beiden Schwestern -
manchmal im Widerstreit sind sie
zwei Seiten meines Lebens.
Hildegard Müller-Brünker

Gemälde: Sr. Erentrud Trost OSB
Die Abbildung zeigt einen Ausschnitt des zeitgenössischen Gemäldes, das die Bibelstellen Lk 10, 40-44 und Joh 11, 19-27 interpretiert, Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Benediktinerinnen-Abtei Varensell/Rietberg

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