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    Die Delegierten berieten den Rechenschaftsbericht für 2017.
    Die Delegierten berieten den Rechenschaftsbericht für 2017.
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    Einstimmig, ohne Enthaltungen und Gegenstimmen ...
    Einstimmig, ohne Enthaltungen und Gegenstimmen ...
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    Marlies Gemein (Mitte) von der KAG Müttergenesung war zum letzten Mal dabei.
    Marlies Gemein (Mitte) von der KAG Müttergenesung war zum letzten Mal dabei.
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    Alfred Lohmann stellte das Projekt "Engagementförderung" des Erzbistums vor.
    Alfred Lohmann stellte das Projekt "Engagementförderung" des Erzbistums vor.
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    Mehr wissen über Bienen heißt Bienensterben verhindern.
    Mehr wissen über Bienen heißt Bienensterben verhindern.

Hut ab für die Arbeit

Delegiertenversammlung entlastet den Diözesanvorstand für 2017

Köln. 12.11.2018 – Der Diözesanvorstand wurde am vergangenen Samstag von den Delegierten einstimmig und ohne Gegenstimme oder Enthaltung für seine Arbeit 2017 entlastet. Dem vorausgegangen war der Rückblick auf das Berichtsjahr, das ganz unter dem Zeichen der Mitgliederwerbekampagne und dem Erinnern an die Reformation stand. Aus diesem Anlass hatte es verschiedene große Veranstaltungen gegeben, zum Beispiel das „Ökumenische Symposium“ im Mai 2017 oder eine diözesane Wallfahrt nach Helfta auf den „Spuren der Frauen der Reformation“ Ende August.


Verschiedene Werbeveranstaltungen wie die Aktion „Du fehlst uns noch – werde Mitglied in der kfd“ im Erzbischöflichen Generalvikariat Köln trugen dazu bei, dass der Diözesanverband mit etwa 3300 neuen Mitgliedern mehr als zehn Prozent der rund 32. 000 neuen Mitglieder auf Bundesebene gewinnen können, berichtete dazu die Diözesanvorsitzenden Lydia Wallraf-Klünter.

Erzbistum fördert kfd-Arbeit finanziell sehr

Sie verwies auch auf die beträchtliche finanzielle Unterstützung der Arbeit durch das Erzbistum. Dazu gehört ein hoher Zuschuss zu den Personalkosten, aber auch die Übernahme der Miete und Nebenkosten für die neue Geschäftsstelle in der Kölner Altstadt und das Bereitstellen der Büroausstattung. „Wir sind sehr dankbar dafür“, lobte sie das Engagement des Erzbistums. Alleine für das Jubiläumsjahr und das Politische Frühstück hat es außerdem zusätzliche Zuschüsse in Höhe von 25.000 Euro gegeben, wie die geschäftsführende Referentin Ursula Sänger-Strüder sagte.

Erster Rückblick auf das Jubiläumsjahr 2018

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war der Rückblick auf das nun schon bald zu Ende gehende Jubiläumsjahr. Michaela Heber, Delegierte aus dem Oberbergischen Kreis, lobte die vielen Veranstaltungen wie die Schifffahrt „Rheintöchter unterwegs“ oder das „Sommerfest“: „Hut ab, herzlichen Dank dafür – ich bin froh, dass ich eine kfd-Frau bin und dazugehöre“, sagte sie unter dem Applaus der Zuhörer*innen.

Fantastisch: Der Dom voller Frauen

Christa Düren, Delegierte aus Bonn, berichtete wie sehr das FrauenWort im Dom mit Annette Schavan auch jüngere Frauen beeindruckt hatte: „Der Dom voller Frauen – das war fantastisch“. Einen Wermutstropfen gebe es allerdings auch, „Es ist relativ schwer, all die vielen Angebote zu den Frauen an die Basis zu bringen.“ Sie stießen zwar aber Zustimmung, „aber dann wirklich hinzufahren, das fällt vielen schwer.“

Der demografische Wandel ist auch für die kfd nicht einfach

Eine Erfahrung, mit der Christa Düren nicht alleine dasteht, und sie hängt auch mit dem hohen Durchschnittsalter der kfd-Mitglieder zusammen. Insbesondere auf dem Land ist die Mobilität der alten Mitglieder stark eingeschränkt, weil sie ungern weitere Autofahrten oder Bahnfahrten zu Veranstaltungen in Kauf nehmen. So erklärt sich auch trotz der vielen neuen Mitglieder, dass der Diözesanverband zwar den Rückgang der Mitgliedszahlen stoppen, aber nicht ganz aufhalten kann.

Marlies Gemein geht in den Ruhestand

Viel Wehmut war zu spüren, als die stellvertretende Diözesanvorsitzende Elisabeth Bungartz Marlies Gemein, die Geschäftsführerin der KAG Müttergenesung Köln, verabschiedete. Diese geht Ende des Jahres in den Ruhestand und war zum letzten Mal bei einer Delegiertenversammlung dabei. Bungartz, die für die kfd den Vorsitz der KAG Müttergenesung innehat, sagte, es falle ihr schwer Marlies Gemein gehen zu lassen. Die Zusammenarbeit sei immer gut und vertrauensvoll gewesen: „Herzlichen Dank für alles!“

Ab 2019 Geschäfte der KAG Müttergenesung beim Diözesan-Caritasverband

„Die kfd ist einfach meine kfd“, sagte Gemein in ihren Dankesworten. Die kfd sei traditionell eng mit der Müttergenesung verbunden, wie Gemein sagte: Die Müttergenesung war seit ihrer Gründung durch die kfd 1930 immer beim Verband im erzbischöflichen Generalvikariat angesiedelt. Hier steht auch eine Trennung bevor: Ab Januar 2019 ist die KAG Müttergenesung dem Diözesan-Caritasverband Köln zugeordnet, wo künftig die Geschäfte geführt werden. Wie gehabt bleibt die KAG Müttergenesung unter dem Vorsitz der kfd im Erzbistum Köln erhalten und wird sie maßgeblich mittragen.

Unterschiedliche Erfahrungen mit Projekt „Engagementförderung"

Schließlich widmeten sich die 54 anwesenden Delegierten noch zwei inhaltlichen Themen. Zu Gast war Alfred Lohmann, Leiter des auf vier Jahre angelegten Projektes „Engagementförderung“ im erzbischöflichen Generalvikariat. Er berichtete der Versammlung davon wie die Ehrenamtskoordinator*innen in den Seelsorgebereichen des Erzbistums Köln arbeiten, wie der Projektverlauf ist und welche Anknüpfungspunkte es mit kfd-Gruppen geben könnte. In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass es sehr unterschiedliche Erfahrungen in der kfd auf Ortsebene damit gibt. Von „sehr guter Zusammenarbeit“ über „eher schwierig“ bis „gar keine Zusammenarbeit“ war alles zu berichten.

Die Rettung der Bienen

Astrid Mönnikes, kfd-Referentin, führte durch den Studienteil. Der Diözesanverband hatte sich mit fünf Frauen, darunter auch der stellvertretenden Diözesanvorsitzenden Hildegard Leven, am Projekt „Zukunft: nachhaltig und geschlechtergerecht“ beteiligt. So hatte die Gruppe dazu eine Ausstellung auf dem Sommerfest Ende August auf der Terrasse der Geschäftsstelle erarbeitet. Einen Schwerpunkt daraus, der auch im nächsten Jahr im Bildungsprogramm der kfd weitergeführt wird, stellte Astrid Mönnikes vor: „Die Rettung der Bienen“. Sie zeigte, welche Bedeutung nicht nur Honigbienen, sondern auch Wildbienen wie die Hummeln für die Produktion von Lebensmitteln haben und welche Gefahren der Menschheit drohen, sollte das Bienen- und Insektensterben weitergehen.

Man kann sehr viel selbst tun

„Sorgen wir für einen reichgedeckten Tisch für Bienen“, machte sie den Delegierten den Mut. Mit einer bienenfreundlichen Bepflanzung im Garten und auf dem Balkon, Ansiedlung von Insekten durch Insektenhotels und Wohlfühlecken etwa für Schmetterlinge im Garten, könnten Privatleute sehr viel tun. 

Herzliche Einladung in den Kölner Dom: 30. November!

Diözesanvorsitzende Lydia Wallraf-Klünter zog am Ende des Tages Bilanz: „Unsere Delegierten sind mit unserer Arbeit zufrieden, sie begleiten und unterstützen uns – denn ohne das Engagement in den Dekanatsbereichen und den Ortsgruppen hätten wir nicht diesen Erfolg“, sagte sie. Nun stehe noch ein besonderer Abschluss des Jahres bevor: Der traditionelle Gottesdienst im Advent, der in diesem Jahr auch der offizielle Abschluss von „100 Jahre kfd im Erzbistum Köln“ sei: Der feierliche Gottesdienst um 16.30 Uhr mit Kardinal Woelki am 30. November im Hohen Dom zu Köln Alle Frauen sind auch herzlich zum anschließenden Beisammensein auf dem Rhein eingeladen – es sind noch Plätze frei auf der MS Rheinenergie. Anmeldungen nimmt die Geschäftsstelle noch gerne entgegen.
Sabine Schleiden-Hecking

Fotos: Jörg Brocks