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    Dorit Trogus bekam die Hedwig-Brosche für besondere Verdienste für ihre kfd.
    Dorit Trogus bekam die Hedwig-Brosche für besondere Verdienste für ihre kfd.
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    Die Würselener Künstlerin Monika Bergrath hat die Kronenbrosche der Hedwig-Stiftung geschaffen.
    Die Würselener Künstlerin Monika Bergrath hat die Kronenbrosche der Hedwig-Stiftung geschaffen.
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    Bärbel Mockenhaupt, Vorsitzende der Stiftung, überreicht Inara Uzolina (re) einen Scheck für die Lettlandhilfe.
    Bärbel Mockenhaupt, Vorsitzende der Stiftung, überreicht Inara Uzolina (re) einen Scheck für die Lettlandhilfe.
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    Alle Preisträgerinnen und für den Ehrenpreis Nominierte auf der Bühne.
    Alle Preisträgerinnen und für den Ehrenpreis Nominierte auf der Bühne.
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    Lisbett und Matta vom Frauenkabarett Krefeld unterhielten ihr Publikum mit schönestem Blödsinn.
    Lisbett und Matta vom Frauenkabarett Krefeld unterhielten ihr Publikum mit schönestem Blödsinn.

Hedwig-Preis 2018 verliehen

Ehrengast Inara Uzolina berichtete über die Lettland-Hilfe der kfd-Stiftung

Köln. 19.10.2018 - Dorit Trogus aus Leichlingen im Oberbergischen Kreis, Mitglied der kfd St. Johann Baptist und St. Heinrich, ist die Trägerin des Ehrenpreises 2018 der kfd-Stiftung St. Hedwig. Er wurde bereits zum fünften Mal anlässlich des Hedwigsfestes verliehen. Mit dem Ehrenpreis, einer wertvoll gestalteten Silberbrosche in Form einer Krone, werden Mitglieder ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise für ihren Verband, die kfd, eingesetzt haben.


Außerdem wurde der Gruppenpreis für besonders erfolgreiche Arbeit auf örtlicher Ebene an drei kfd-Gruppen verliehen. In diesem Jahr ist dieser Preis mit jeweils 250 Euro dotiert. Der Gruppenpreis ging an die kfd Börde in Erftstadt-Friesheim für ihr Projekt „kfd-Schirm-Frauen“, an die kfd St. Cäcilia in Düsseldorf-Benrath, für „Fit in den Alltag – Seniorenturnen“ und an die kfd St. Johann Baptist und St. Heinrich in Leichlingen im Oberbergischen Kreis für ihr Projekt „Neuland betreten“. Alle Projekte verbinden nach Auffassung der Jury in vorbildlicher Weise das Anliegen, kreative und interessante Angebote für die Mitglieder zu machen und zugleich auch gesellschaftliche Wirkung zu entfalten.

Lettlandhilfe der kfd-Stiftung sehr wichtig

Besonderer Gast beim diesjährigen Hedwigsfest war die Präsidentin des Katholischen Lettischen Frauenbundes Inara Uzolina. Mit der lettischen Frauenvereinigung unterhält die kfd- Stiftung seit vielen Jahren das Projekt „Lettlandhilfe“ erfolgreich.
Viele lettische Frauen und Kinder leben an der Armutsgrenze, wie Uzolina den 160 Gästen, die an der Preisverleihung teilnahmen, berichtete: „In Lettland gibt es zwei Wirklichkeiten. Einerseits gilt Lettland als Beispiel für ein hochdigitalisiertes Land und dafür wie ein EU-Land die Wirtschaftskrise von 2008 gut bewältigte. Seither geht es angeblich immer bergauf. Andererseits ist mindestens ein Viertel der Bevölkerung arm, es gibt kaum soziale Absicherung und es verbessert sich für diese Menschen nichts.“

Lisbett und Matta machen richtig Spaß

Aber auch die Spaß und die Freude am Feiern kamen nicht zu kurz bei diesem fünften Hedwigsfest. Die Churchrocker spielten ihre beliebten Medleys und luden zum Mitsingen ein. Das Frauenkabarett Krefeld (FKK) amüsiert das Publikum mit Geschichten vom Älterwerden, das Frausein an und für sich und es zeigt sich, dass Matta (gespielt von Ute Lindemann-Degen) und Lisbett (gespielt von Helga Klingbeil-Weber) bestens katholisch sozialisiert sind und genau wissen, was in katholischen Frauenkreisen so üblich ist.

Seit 2010 rund 120.000 Euro gesammelt

Mit den Spenden, die die kfd-Stiftung in jedem Jahr für Aktion „Lettlandhilfe“ sammelt, wird kurz- wie langfristige Hilfe gegeben, akuter Hunger gestillt und eine medizinische Grundversorgung für Bedürftige gewährleistet. In den vergangenen acht Jahren konnten dafür rund 120.000 Euro gesammelt werden, davon allein im vergangenen Jahr über 36.000 Euro.

Vorbildlich in der Gestaltung von Wortgottesfeiern

In diesem Jahr war für den Ehrenpreis um Nominierungen von Frauen gebeten worden, die sich für die Gestaltung von Liturgie und Spiritualität in ihren Ortsgruppen einsetzen.
Dorit Trogus engagiert sich seit vielen Jahrzehnten in ihrer Gemeinde und in der kfd für die Gestaltungen von liturgischen Feiern. So ist sie seit 1988 Kommunionhelferin und bringt bis heute die Hauskommunion zu alten und kranken Menschen. Als Mitglied der kfd bereitet sie bis heute ganz selbstverständlich die wöchentlichen „Frauenmessen“ mit vor und organisierte Weltgebetstage und Wortgottesfeiern zu verschiedenen kirchlichen Anlässen. Somit verschafft sie auch Frauen eine feste Stimme im liturgischen Alltag der Gemeinde. Die 81-Jährige war ehemals Lehrerin an der Grundschule Leichlingen, ist seit 25 Jahren Mitglied der kfd, davon engagierte sie sich 15 Jahren im ehrenamtlichen Mitarbeiterinnenkreis, der die kfd-Arbeit vor Ort organisiert, und vier Jahre im Vorstand.

Gruppenpreise für kreative und pfiffige Bildungsangebote

Die Gruppenpreise werden an solche kfd-Gemeinschaften vergeben, die sich besonders erfolgreich um die Stärkung ihrer Gruppe und um neue Mitglieder bemühen, kreative und pfiffige Bildungsangebote organisieren, die auch gesellschaftliche Wirkung entfalten.

Neuland betreten in Leichlingen

So handelt es sich beim Projekt „Neuland betreten“ der kfd St. Johann Baptist und St. Heinrich, Leichlingen, sich um ein monatliches Angebot an jüngere und erwerbstätige Frauen, das in Zusammenarbeit mit anderen Gruppen der Pfarrgemeinde und der Stadt organisiert wird. Besonders erfolgreich waren die Programme „Fair auf dem Laufsteg“ mit einer Modenschau, in der zehn kfd-Models fair gehandelte Mode, vorführten sowie ein „3-Gang-Krimidinner“. Die Jury lobte die originellen Angebote, die zur Stärkung der kfd-Gruppe beitragen, aber auch wie im Fall der fair gehandelten Mode einem wichtigen Thema unterhaltsam gesellschaftlich Wirkung entfalteten.

kfd-Schirm-Frauen

Beim Projekt „kfd-Schirm-Frauen“ der kfd Börde in Erftstadt-Friesheim konnten sich Frauen dazu entscheiden, eine besondere kfd-Aktion dieser Gruppe als „Schirmfrau“ zu unterstützen und darin aktiv zu werden. Zur Auswahl standen zum Beispiel ein „italienischer Abend“, aber auch Kinderkirche oder der Weltgebetstag. Auf diesem Wege konnten vier Schirmfrauen und zwei neue Mitglieder für die kfd gewonnen werden. Miteinbezogen wurden in das Projekt auch der Kirchenchor und evangelische Freundinnen. Hier stand für die Jury im Vordergrund, wie originell die Gruppe für die kfd warb und Aufmerksamkeit über die Gruppe hinaus erzielte.

Fit für den Alltag

Ziel von „Fit für den Alltag“ ist es, Senior*innen ein sicheres Leben im Alltag zu ermöglichen und damit ihre Selbstständigkeit zu erhalten. Deshalb bietet die kfd St. Cäcilia, Düsseldorf-Benrath, zusammen mit einer Fachfrau ein wöchentliches Turnprogramm an mit den Schwerpunkten Sturzprävention, Balance und Muskeltraining. Hier spielt in den Augen der Jury eine wichtige Rolle für die Preisvergabe, dass die Gruppe durch dieses Angebot mit zur Lösung einer wichtigen gesellschaftlichen Aufgabe, nämlich alten Menschen ein selbstständiges Leben zu ermöglichen, unkompliziert und gemeinschaftsfördernd beiträgt.
Sabine Schleiden-Hecking
Fotos: Jörg Brocks

Hintergrund

Der Hedwig-Preis wird seit 2014 jedes Jahr verliehen. Er ist benannt nach der heiligen Hedwig von Schlesien (1174–1243), der Namenspatronin der kfd-Stiftung St. Hedwig. Die Heilige war Fürstin von Schlesien. In Anspielung darauf steht die Verleihung des Hedwig-Preises unter dem Motto „Wir setzen euch die Krone auf!“. Mit der Preisverleihung will die kfd-Stiftung für die Arbeit der kfd Aufmerksamkeit schaffen und Frauen in den Vordergrund rücken, die mit ihrem Engagement und mit vielen verschiedenen Ideen und unter großem Zeiteinsatz viel für das Gemeinwohl leisten, ohne dafür aufs Podest gehoben zu werden.

Die kfd-Stiftung St. Hedwig ist die Stiftung der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands im Erzbistum Köln (kfd-Diözesanverband Köln) und wird ideell wie materiell von den rund 54.000 kfd-Mitgliedern im Erzbistum Köln getragen. Sie engagiert sich für soziale und karitative Zwecke, z.B. die Lettland-Hilfe, genauso wie für zukunftsweisende kulturelle Programme und Projekte. Sie fördert außerdem innovative kfd-Arbeit sowie Initiativen, die sich für spirituelles und kirchliches Engagement von Frauen einsetzen. Mit eigenen Projekten, in der Vergangenheit mit den „Familienpatinnen“ und den „Lebenskünstlerinnen“, vertieft und unterstützt die Stiftung all diese Zwecke.