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    Hedwigpreis
    Herzlichen Glückwunsch! Ute Schröder, Vorsitzende der kfd-Stiftung, gratuliert Preisträgerin Dr. Beate Schaaf (re).
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    Hedwigpreis
    Die Schirmherrin des Hedwigpreises, die Bundestagsabgeordnete Gisela Manderla, würdigte Preisträgerinnen und die Arbeit der Stiftung.
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    Hedwigpreis
    150 Gäste feierten die Preisträgerin und elf Jahre kfd-Stiftung.
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    Leisteten Hervorragendes: Beate Schaaf, sitzend, Marianne Arndt und Barbara Kempers. Neben ihnen Ute Schröder und Hildegard Wachten, die stellvertrend für Gerda Weber die ehrenvolle Anerkennung entgegen nahm.
    Leisteten Hervorragendes: Beate Schaaf, sitzend, Marianne Arndt und Barbara Kempers. Neben ihnen Ute Schröder und Hildegard Wachten, die stellvertrend für Gerda Weber die ehrenvolle Anerkennung entgegen nahm.
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    Hedwigpreis
    Danke, dass Sie da waren! Regina Schürheck vom Stiftungsvorstand verabschiedet die Gäste mit einer Rose.

Hedwig-Preis 2015

kfd-Stiftung zeichnet für Flüchtlingsarbeit aus

27.10.2015 Dr. Beate Schaaf aus Bad Honnef ist die Trägerin des Hedwig-Preises 2015. Die kfd-Stiftung St. Hedwig hat am 23. Oktober im Maternushaus in Köln den Ehrenpreis der Stiftung für besondere Verdienste in der Flüchtlingsarbeit verliehen. Der Preis ist undotiert, die Preisträgerin erhielt jedoch eine kostbare von der Künstlerin Monika Bergrath aus Würselen gestaltete Brosche in Form einer Krone. Ehrende Anerkennungen erhielten Marianne Arndt und Gerda Weber aus Köln und Barbara Kempers aus Velbert-Langenberg. Der Preis wurde in diesem Jahr zum zweiten Mal verliehen. 2014 waren auch Gruppen ausgezeichnet worden.

 


Wir setzen euch die Krone auf

Mit einem fröhlichen Fest, zudem 150 Gäste kamen, wurde unter dem Motto „Wir setzen euch die Krone auf“ kfd-Mitglieder geehrt, die sich teils schon seit vielen Jahren in zahlreichen Projekten und Initiativen um die Integration von Flüchtlingen oder Migrantinnen und Migranten engagieren. Eine Arbeit, die wichtiger denn je ist, wie die Schirmherrin des Preises, die Bundestagsabgeordnete Gisela Manderla aus Köln, in ihrer Festrede sagte.
 

Manderla: Wichtiges Zeichen in schwieriger Zeit

Dass der Preis der Stiftung gerade in diesem Jahr für Engagement in diesem Bereich verliehen werde, sei ein besonderes Zeichen gerade in der jetzigen schwierigen Situation und stärke diejenigen, die sich selbstlos um die Flüchtlinge kümmerten. „Lassen Sie sich nicht aufhalten und machen Sie bitte weiter“, appellierte sie an die kfd-Frauen und betonte wie wichtig die karitative und soziale Arbeit der kfd sei: „Ich bin jedes Mal beeindruckt von dem leidenschaftlichen ehrenamtlichen Einsatz, den Sie in die Arbeit der kfd einbringen.“

Arbeit der kfd-Stiftung aktueller denn je

Ute Schröder, die Vorsitzende der kfd-Stiftung, hatte in ihrer Ansprache an die Gäste an die sieben Werke der Barmherzigkeit erinnert, denen sich auch die Namensgeberin der Stiftung, die heilige Hedwig von Schlesien verpflichtet sah. „Unsere kfd-Stiftung ist mit ihren Aktivitäten aktueller denn ja am Zeitgeschehen. Wir alle wissen, wir können nicht die ganze Welt retten, aber da, wo Gott uns hingestellt hat, können wir helfen und Licht in Dunkelheiten tragen.“

Willkommenstreffen, Sprache lernen und gesund bleiben

Die Liste der Aktivitäten, für die die vier für den Preis nominierten Frauen ausgezeichnet wurden, ist beeindruckend lang. So widmet sich die Kinderärztin Beate Schaaf besonders der koordinierenden, organisatorischen Arbeit für verschiedene Initiativen der Flüchtlingsarbeit in Bad Honnef wie der Caritas-Kleiderstube, den „Willkommenstreffen“ des Pfarreienverbandes Bad Honnef, der Sprachförderung (Sprachpool) in der Stadt Bad Honnef und der Organisation der Arbeit der „Kinderärzte für Flüchtlinge“. Sie ist Mitglied der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) St. Johann Baptist, Bad Honnef, und war auch als Dekanatsvorsitzende der kfd ehrenamtlich tätig.

Begegnung hilft einander zu verstehen

„Wir versuchen Begegnung zu schaffen“, sagt sie und berichtete bei der Preisverleihung davon, dass jeder Flüchtling in Bad Honnef eine ehrenamtliche Begleitung zur Unterstützung bekommt. Die Flüchtlingsarbeit sei nur im Team möglich und die vielen verschiedenen Erfahrungen könnten auch gegen das aufkommende Misstrauen in der Bevölkerung helfen, ist sie überzeugt. Und der nächste Schritt müsse nun sein, den Flüchtlingen echte Perspektiven zu verschaffen. Denn die Stimmung in der Bevölkerung kippe, wie sie auch erleben muss.

Hilfe für Roma-Mädchen

Gerda Weber von der kfd St. Amandus in Köln-Rheinkassel unterstützt Flüchtlingskinder, insbesondere Roma-Mädchen in der schulischen Bildung. Auch arbeitet sie mit Frauen und hat begonnen mit ihnen einen Wandbehang zu fertigen, denn ihre Erfahrung ist: Handarbeiten können die Flüchtlingsfrauen in der Regel gut und vor allem nähen sie gerne.

In drei Kölner Stadtteilen aktiv

Marianne Arndt aus Köln ist Gemeindereferentin, die unermüdlich haupt- und ehrenamtlich in den Flüchtlingseinrichtungen in den Kölner Stadtteilen Buchforst, Buchheim und Mülheim arbeitet. Sie weiß, dass es dauert bis Distanz schwindet, aber zum Beispiel Pfarrfeste mithalfen Fremdheit zu überwinden bis hin dazu, dass Flüchtlinge selbst aktiv wurden. Auch hat sie durch ihren Einsatz mit dazu beigetragen, dass zum Beispiel in Mülheim nun die Sozialarbeit personell ausgebaut wurde.

Wohlfühltage für Flüchtlinge

Barbara Kempers aus Velbert-Langenberg ist erste Ansprechpartnerin für Flüchtlingsfragen und Flüchtlingshilfe in den Gemeinden St. Michael und Paulus und seit rund 15 Jahren in der Integrationsarbeit aktiv. Sie hat ein sehr erfolgreiches Projekt ins Leben gerufen, für das sie weitere Helfer und Helferinnen gewinnen konnte: Alle zwei Monate gibt es Wohlfühltage für Flüchtlinge mit einem sehr guten Frühstück. Friseurinnen und Friseure schneiden kostenlos die Haare, es wird Fußpflege angeboten und es gibt eine Kleiderstube. Sie sagt: „Wir dürfen nicht zulassen, dass die Stimmung umschlägt und der braune Mob mehr Zulauf erhält.

Schon 11 Jahre Gutes tun und Kultur fördern

Die Arbeit der Hedwig-Stiftung stellte Geschäftsführerin Ursula Sänger-Strüder vor. Sie gab einen Einblick in die verschiedenen Arbeitsfelder der Stiftung, die einerseits mit dem Hilfeprojekt Lettland-Hilfe internationale Solidarität mit Frauen fördert, andererseits aber auch in Projekte investiert wie die „Lebenskünstlerinnen“. Hier werden Frauen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung gestärkt. Immerhin arbeitet die Stiftung nun schon im 11. Jahr - auch ein Anlass, der mit dem Hedwigsfest gefeiert wurde.
Die Festgesellschaft ließ sich dann anrühren von den vielen positiven Beispielen, die zeigten welche Hilfe die kfd-Stiftung, übrigens auch für die verbandliche Arbeit, in vielen Bereichen ist. Eine Spendensammlung für die Aufgaben der Stiftung ergab mehr als 750 Euro.

 

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