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    Mehr als 60 Frauen kamen zum Aschermittwoch der kfd nach Düsseldorf ins Maxhaus.
    Mehr als 60 Frauen kamen zum Aschermittwoch der kfd nach Düsseldorf ins Maxhaus.
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    Eine WortgottesFeier mit Spenden des Aschenkreuzes beendete den Aschermittwoch der kfd.
    Eine WortgottesFeier mit Spenden des Aschenkreuzes beendete den Aschermittwoch der kfd.
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    Die eigenen Grenzen sichern, ist nicht immer einfach.
    Die eigenen Grenzen sichern, ist nicht immer einfach.
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    Christliche Kunst hilft das Thema zu erschließen.
    Christliche Kunst hilft das Thema zu erschließen.
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    Meditativer Tanz im Antoniussaal im Maxhaus.
    Meditativer Tanz im Antoniussaal im Maxhaus.

Grenzen überwinden

Mit dem Aschermittwoch der kfd die Fastenzeit gut beginnen

Köln. 6.3.2019 Beim diesjährigen Aschermittwoch der kfd ging es um Grenzen und Grenzerfahrungen. Das war in diesem Jahr das Hauptthema dieses spirituellen Studien- und Begegnungstages, zu dem die kfd schon seit vielen Jahren einlädt. Den Beginn der Fastenzeit und die Fastenzeit selbst als Zäsur und Grenze zu begreifen und Zeit zu schaffen für die Erfahrung mit sich selbst – das war die Idee in diesem Jahr.


So sollte auch Raum dafür geschaffen werden, Gott in das eigene Leben zu lassen – so wie es die christliche Tradition in der Fastenzeit ist. Wie das gelingen kann, konnten die mehr als 120 Teilnehmerinnen für sich am Aschermittwoch allein und gemeinsam erproben. Mit Bedacht waren dafür drei Veranstaltungsorte ausgewählt worden: Düsseldorf, Horrem und St. Augustin. So sollte möglichst vielen kfd-Mitgliedern eine Teilnahme ohne weite und teure Anfahrten ermöglicht werden.

Gott setzt Grenzen und schafft Raum

Die Diplom-Theologin Andrea Osten-Hoschek führte in Düsseldorf mit einem Impuls in den Tag ein. Sie machte mit vier Schriftstellen deutlich, wie Grenzen in der Bibel verstanden werden. In der Schöpfungsgeschichte als Möglichkeit Lebensraum zu schaffen, selbst durch das Überschreiten, oder Gott als Schutz, auch wenn Grenzen bedrohlich werden. Und mit Gott können Mauern übersprungen werden, wie es im Psalm heißt, das heißt, sie können mit ihm überwunden werden.

Eigene Grenzen, Grenzen durch Armut, Grenzüberschreitungen

Mit einem dreiteiligen Stationenlauf konnten sich die Teilnehmerinnen dann mit verschiedenen Aspekten von Grenzen beschäftigen: Die Grenzen, die durch das Alter gesetzt werden, die Grenzen, die durch materielle Armut entstehen und die Grenzen, die andere überschreiten oder man selbst, wenn man sich im Umgang miteinander über das Gegenüber hinwegsetzt. Hier gab es von den Referentinnen jeweils Anregungen und Fragen fürs Gespräch.

Bibelarbeit, Mittagessen in Stille, Impuls-Spaziergang

Im weiteren Verlauf des Tages hatten die Teilnehmerinnen die Gelegenheit sich in Workshops mit Bibelarbeit, der Enzyklika Laudato Si´, in der Papst Franziskus deutliche Grenzen im Umgang mit der Schöpfung fordert, das Thema weiter für sich zu erschließen. In Düsseldorf stand auch Margarete Porete, eine theologische Schriftstellerin, auf dem Programm. Sie legte sich im 13. Jahrhundert mit der kirchlichen Obrigkeit an und wurde dafür auf dem Scheiterhaufen verbrannt. An jedem Tagungsort wurde der Aschermittwoch ein wenig anders gestaltet. So wurde beispielsweise in Horrem das Mittagessen in Stille eingenommen, in St. Augustin gab es nach dem Mittagessen einen Spaziergang mit meditativen Elementen und in Düsseldorf tanzten die Frauen zu Musik und Gesängen von Arunga Heiden.

Die Offenheit hat keine Grenzen

Einige Teilnehmerinnen waren schon häufiger beim Aschermittwoch der kfd. Andere waren das erste Mal dabei und zeigten sich sehr angetan, so wie Heilpraktikerin Hildegard Lessner. Sie wollte gerne sich wieder neu mit der Fastenzeit beschäftigen und hat sich deshalb schon im Herbst für Düsseldorf angemeldet. „Mit gefällt die Offenheit der anderen Frauen“, sagt sie und meint dann lächelnd: „Da gibt es keine Grenzen.“

„Man fängt an, nachzudenken …“

Auch Doris Wiegand und Margret Dimmerling von der kfd St. Suitbertus in Ratingen schätzen die Gemeinschaft der Frauen, aber auch die vielen spirituellen Anregungen. Für sie ist der Aschermittwoch ein wichtiger Tag, denn er ist ein Tag der Vergewisserung und Besinnung auf den eigenen Glauben.„Man fängt erst an über manches nachzudenken an einem solchen Tag,“ sagt auch Anne Helmes, „und dann könnte man noch viel mehr darüber sprechen, als wir es hier tun können.“

WortgottesFeier mit Aschenkreuz

Der Tag endete in Düsseldorf wie in Horrem und St. Augustin mit einer WortgottesFeier, bei der auch das Aschenkreuz, das bildhaftes Symbol für den Beginn der Fastenzeit, ausgeteilt wurde.

Großes Team von ehren- und hauptamtlichen Referentinnen

Der Aschermittwoch der kfd wurde  von einem zehnköpfigen Team von haupt- und ehrenamtlichen Referentinnen geleitet, zu dem in diesem Jahr auch wieder die ehrenamtliche Diözesanvorsitzenden Lydia Wallraf-Klünter und die stellvertretende Diözesanvorsitzende Elisabeth Bungartz gehörten. Neu in Düsseldorf dabei war die Stadtdekanatsvorsitzende von Düsseldorf, Kornelia Fehndrich. Inhaltlich federführend für die Gesamtkonzeption war wie schon im vergangenen Jahr die theologische Referentin der kfd, Elisabeth Glotzbach.    
Sabine Schleiden-Hecking

Fotos: Jörg Brocks