Gleich und gerecht bezahlen!

Kick-off zur Foto-Online-Aktion zum Equal Pay Day am Internationalen Frauentag

Köln. 8.3.2019 Am Weltfrauentag startete am Nachmittag die Foto-Online-Aktion des EPD-Bündnises  (Equal Pay Day) katholischer Verbände im Erzbistum Köln auf dem Alter Markt in Köln. Sie steht unter dem Motto „Damit keine #Träumeplatzen“. Einen Monat lang sollen möglichst viele Menschen zusammen mit ihrem Foto ihre Träume von einem gerechten Erwerbsleben mit dem Hashag #Träumeplatzen in den sozialen Netzwerken posten.


Wie das aussehen kann, machen sechs Fotomodelle aus den beteiligten Verbänden vor. Es gibt eine Postkartenreihe, auf denen sie zu sehen sind und wo ihrTraum für eine gerechte Erwerbswelt zitiert wird. So wünschen sie sich zum Beispiel einen guten Anschluss ins Erwerbsleben nach einer Familienzeit oder dass Männer, die sich um ihre Kinder kümmern, sich nicht als Exoten fühlen müssen. Auch soll sich keine Frau mehr vor Altersarmut fürchten müssen, weil sie im Erwerbsleben wegen geringen Verdienstes nicht genug in die Rente einzahlen konnte. Die Postkarten sollen in den nächsten Wochen immer wieder verteilt werden, um möglichst viele Leute zu ermuntern, sich an der Aktion zu beteiligen.

Die Aktion des EPD-Bündnisses unterstützte der Grünen-Bundestagsabgeordnete Sven Lehmann, der am Nachmittag auch zum Alter Markt gekommen war. Er teilte Fotos auf Facebook  - für ihn eine Selbstverständlichkeit wie er sagte, denn er wünsche sich eine Welt, in der Männer und Frauen gleichberechtigt sind. Auch die  SPD-Landtagsabgeordnete Susana de Santos Herrmann eilte ans Mikrofon und rief dem Publikum zu:  „Ich träume davon, dass Selbstverständlichkeiten nicht mehr als Errungenschaften bezeichnet werden müssen“ und auch die Sprecherin der Grünen, Köln-Innenstadt, Regina Kaiser schimpfte, es sei unglaublich, dass  immer noch für gleiche Bezahltung von Männern und Frauen gekämpft werden müsse.

Selber posten unter #Träume platzen

Deshalb lädt EPD-Bündnis von vier katholischen Verbänden im Erzbistum Köln dazu ein, Fotos mit einer Seifenblase, Luftballons oder Kaugummiblasen zu machen. Möglichst viele Fotos sollen in den sozialen Netzwerken mit dem Hashtag #Träumeplatzen geteilt werden: etwa auf Facebook, Instagram, Snapshat, WhatsApp, Twitter. Das Foto soll mit einem persönlichen Kommentar auf den eigenen Accounts verbunden werden, und kann auch gerne auch zum Beispiel auf der Facebook-Fanseite der kfd als Besucherbeitrag hochgeladen werden.

Lohnlücken müssen endlich verschwinden

Die Botschaft ist klar: Wenn Frauen und Männer nicht endlich gleich bezahlt werden für gleichwertige Arbeit, dann werden weiter Träume platzen. Frauen verdienen durchschnittlich 21 Prozent weniger als Männer und das hat Gründe: Sie arbeiten in schlecht bezahlten Berufen, haben seltener Führungspositionen inne und übernehmen den Hauptanteil an der Sorgearbeit für die Familie. Selbst wenn diese Faktoren mit einbezogen sind, ergibt sich immer noch eine nicht zu erklärende Lohnlücke von rund sechs Prozent. Das EPD-Bündnis und mit ihnen viele andere EPD-Aktivist*innen im Erzbistum Köln will, dass sich das ändert.

Weitere Informationen geben die Verbände

Zum EPD-Bündnis gehören die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB), der Bund der Katholischen Jugend im Erzbistum Köln sowie der Zentralverband der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Einrichtungen der Katholischen Kirche (ZKD).
Sabine Schleiden-Hecking

Fotos: Jörg Brocks/Sabine Schleiden-Hecking

Weitere Informationen bei
Astrid MönnikesTel.: 0221 1642-1557
E-Mail: a [dot] moennikes [at] kfd-koeln [dot] de

Allgemeine Informationen zum Equal Pay Day

Hier lesen Sie Berichte zum Equal Pay Day in Köln 2018 und 2017