Frauen, wem gehört die Welt?

Wie ein Pilger*innenweg in der Aktionswoche vorbereitet werden kann

Köln, 8.7.2020 – Eigentlich weiß man anschließend gar nicht, wofür genau man sich nun entscheiden soll. So viele Ideen zum nachhaltigen Pilger*innenweg wurden im ersten Online-Vorbereitungstreffen für kfd-Gruppen zur kfd-Aktionswoche „Frauen, wem gehört die Welt?“ Ende September ausgetauscht.


Unter diesem Motto werden sich bundesweit vom 21. bis 27. September Pilger*innen auf den Weg machen und sich daran erinnern, wie wichtig es ist, nachhaltig zu leben und sich für den Schutz der Umwelt einzusetzen. Wozu auch gehört, die Lebenssituation der Menschen in den Blick zu nehmen, die insbesondere in armen Ländern aber auch hierzulande und in Europa zu Hungerlöhnen und unter gesundheitsschädlichen Bedingungen schuften müssen. Die Corona-Infektionen in vielen deutschen Fleischfabriken sind nur ein Beispiel dafür, dass dies nicht nur am anderen Ende der Welt passiert.

Unsere Kinder sollen keine kaputte Welt erben

kfd-Referentin Astrid Mönnikes präsentierte 17 Teilnehmerinnen aus Bonn, Köln, Swisttal, Düsseldorf oder Wuppertal das vielfältige Aktionsmaterial zur Aktionswoche und die Möglichkeiten, mit denen kfd-Gruppen diese Thematik in ihren Gemeinden als Christinnen und Pilgerinnen auf die Straße bringen können. Motiviert dazu sind alle, so wie die stellvertretende Vorsitzende Elisabeth Schmitz-Janßen. Als Mädchen war sie schon als Pfadfinderin immer der Natur auf der Spur war und setzte sich später als Erwachsene mit ihrer kfd-Gruppe dafür ein, dass Düsseldorf zur Fair Trade Stadt wurde. Oder wie Ingrid Kloß, der es wichtig ist, „dass wir der nachfolgenden Generation nicht alles kaputt und verseucht hinterlassen.“ Und die gerade das Autofahren verlernt, wie sie schmunzelnd erzählt, weil sie inzwischen alle Wege meist mit dem E-Bike zurücklegt.

Es gibt mehr Stationen, als man denkt

Allen ist wichtig, die schwierige Thematik erlebbar zu machen. Sie wollen Stationen auf ihrem Pilger*innenweg auswählen, die zeigen, was ökologisch und faire Produktion ausmacht: Einen mobilen Hühnerstall mit glücklichen Hühnern, Modeläden, die fair produzierte Kleidung verkaufen, Wertstoff-Container für abgelegte Kleidung oder auch ein Sozial-Kaufhaus, wo alte Möbel aufgefrischt und für wenig Geld weiterverkauft werden oder auch einen Gemüse- oder Schrebergarten.

Chance auch für die kfd zu werben

Wer dann noch die jeweiligen Organisationen, die hinter den verschiedenen Einrichtungen stehen, für die Zusammenarbeit gewinnt, kann neue Multiplikator*innen gewinnen und auch auf die kfd als zukunftsorientierten und tatkräftigen Verband aufmerksam machen. Das wurde mehrfach betont.

Ein Schwerpunkt in der Arbeit des kfd-Diözesanverbandes

Der kfd-Diözesanverband Köln hat das Thema schon lange auf der Agenda – bereits in den vergangenen Jahren wurden im ganzen Erzbistum nachhaltige Stadtrundgänge organisiert und es gibt eine Ausstellung zum Ausleihen zu den Themen Plastik , Mobilität, Essen und Biodiversität. So kamen schnell viele Ideen zusammen und die ein oder andere Frau hatte gleich schon „ihren“ Pilger*innenweg vor Augen.

Pilgern muss nicht lange dauern

Denn Stationen gibt es mehr, als man zunächst denken könnte. Dabei muss der Weg gar nicht lang oder beschwerlich sein – auch auf dem Platz vor der Kirche oder auch nur um eine Station herum lässt sich eine spirituelle Feier rund um das Thema gestalten.

Enzyklika Laudato Si´ rüttelte auf

Grundlage dafür kann auch die Enzyklika „Laudato Si´“ von Papst Franziskus und seinen inzwischen berühmt gewordenen Worten über die „Sorge um das eigene Haus“, mit denen er 2015 Christ*innen auf der ganzen Welt aufrüttelte. Im Pilger*innenheft, das der kfd-Bundesverband für die Aktionswoche kostenlos anbietet, gibt es ebenfalls Impulse, Gebete und Lieder zur spirituellen Gestaltung.

Die Zukunft verändern

Am Ende hat dann vielleicht sogar die eine oder der andere einen ganz konkreten Vorsatz, was sich im eigenen Alltag der Natur und den Menschen zuliebe ändern lässt. Dann wäre schon einmal ein Ziel der kfd-Aktionswoche erreicht.
Sabine Schleiden-Hecking

Foto: Sabine Schleiden-Hecking
Grafiken: kfd-Bundesverband/Dyadesign

Weitere Informationen
kfd-Referentin Astrid Mönnikes unterstützt ab dem 11. August gerne mit Informationen bei der Planung einer Aktion vor Ort. E-Mail: a [dot] moennikes [at] kfd-koeln [dot] de
oder Telefon: 0221 1642-1557

Kostenlose Materialpakete mit Plakaten, Aktionsvorschlägen incl. des erwähnten Pilgerinnenheftes sind beim kfd-Bundesverband erhältlich. Hier alle Informationen dazu hier: