Der Körper spricht immer mit

Erster Workshop „Stimme, Körpersprache und Präsenz“ für kfd-Vorstandsfrauen

Köln, 29.3.2019 kfd-Mandatsträgerinnen wollen überzeugen und gewinnen - und andere zum Mitmachen und Mitwirken motivieren. Beim Workshop „Stimme, Körpersprache und Präsenz" in kfd-Geschäftsstelle mit Schauspielerin und Theatercoach Ute Einhaus konnten die Teilnehmerinnen ausprobieren, wie sie wirken und welche Bedeutung dafür Stimme und Körpersprache haben.


Der Tag gehörte mit zu den verschiedenen Fortbildungsveranstaltungen, die der Diözesanverband anbietet, um insbesondere Frauen, die neu in ihrem Amt sind, in ihrer Arbeit zu unterstützen und sie zu stärken.

Wie präsent bin ich?

17 kfd-Vorstandsfrauen haben den Tag genutzt, um sich und ihr Auftreten unter die Lupe zu nehmen. Gleich zu Beginn wurde gezeigt, wie präsent man ist. Dafür ging eine in die Mitte, nannte ihren Namen und machte eine zu ihr passende Körperbewegung. Dann gingen alle gemeinsam in die Mitte und wiederholten das Gesagte. Erst danach war die nächste dran.

Es darf gelacht werden

So war der Tag war auch im weiteren Verlauf geprägt von vielen körperlichen Übungen, mit denen sich die Teilnehmerinnen ausprobieren konnten. Denn die Ausstrahlung trägt entscheidend dazu bei, ob die eigenen Ideen ankommen oder man überzeugen kann. Das wurde ausführlich trainiert und dabei die je die eigene Körpersprache reflektiert. Ganz wichtig dafür und für die erfolgreiche Umsetzung der Aufgaben: Es durfte gelacht werden! So entstand eine lockere und befreiende Atmosphäre, die dazu beitrug, dass jede ihre Anspannung und vielleicht auch Hemmungen abwerfen konnte.

Man kann nicht nicht kommunizieren

Wichtiger Teil war die Beschäftigung mit der Körpersprache: Was ist das überhaupt und wie kann ich sie einsetzen? Wie wirkt was? Wie wirkt sich mein Körper auf meine Stimme aus? Schließlich, das machte Ute Einhaus deutlich, spricht der Körper immer und zu jeder Zeit. Oder wie es der Kommunikationstheoretiker Paul Watzlawick sagte: „Man kann nicht nicht kommunizieren“.

Signale aussenden, Signale verstehen

Bewusst und unbewusst sendet er Signale aus, die von anderen aufgenommen werden. Immer spiegeln sich Unsicherheit, Angst, Wut, Abneigung oder Freude und Begeisterung in Körper und Stimme wieder. Eine wichtige Aufgabe ist deshalb sich immer bewusst zu machen, dass die Ausstrahlung meines Gegenübers gar nichts mit einem selbst zu tun haben muss. Vielleicht schaut sie so böse, weil sie morgens die Bahn verpasst hat und nicht, weil sie mich nicht mag.

Wann wird mir gut zugehört?

In diesem Zusammenhang ging es auch um die eigene Körpersprache. Wie stehe ich vor einer Gruppe? Was ist für die Mitmenschen sichtbar? Wie schaffe ich es, ein Lächeln in mein und das Gesicht meines Gegenübers zu zaubern? Wie kann ich so sprechen, dass mir gut zugehört wird? So wurden verschiedene Sprechtechniken ausprobiert, zum Beispiel in kurzen Sätzen und mit einem deutlichen Punkt zu sprechen. So gelingt es, dass andere auch wirklich zuhören.

Nein-Sagen fühlen

In einem weiteren Schritt haben die Teilnehmerinnen mit Beispielen aus dem kfd- Alltag gearbeitet. Wie fühlt es sich an „nein“ zu sagen, wenn ich beim Frauenfrühstück eine Aufgabe übernehmen soll, das aber nicht will. Wie schaffe ich es, mich für meine Wünsche und Bedürfnisse einzusetzen? Wie kann ich mich durchsetzen, wenn zum Beispiel bei der Mitgliederversammlung große Unruhe entsteht?

Rollenspielen und unterschiedliche Techniken

In unterschiedlichen Rollenspielen probierten sich die Frauen aus und lernten unterschiedliche Techniken anzuwenden. Neben dem professionellen Feedback der Trainerin Ute Einhaus war auch der Erfahrungsaustausch untereinander sehr bereichernd.

Gut loben können

Weiteres Thema an diesem Tag waren unterschiedliche Feedback-Methoden. So wurden die Teilnehmerinnen angeleitet, wie sie qualifizierte Rückmeldungen geben können und das auf ihre Arbeit in der kfd übertragen können.

Jede nimmt sich etwas vor

Zum Abschluss überlegten sich alle, was sie in der nächsten Zeit im Blick behalten möchten und gaben sich also sozusagen eine Hausaufgabe. Es wurde Verschiedenes genannt wie zum Beispiel: „Die Kritik ist für mich, aber nicht gegen mich gerichtet", „Kurze Sätze sprechen - Pausen einhalten" oder auch „Freundlich, aber bestimmt auf Menschen zugehen!".

Idee bekommen, ausprobieren und verfestigen

Das Fazit: Der Tag ist gut angekommen - die Frauen sind zufrieden und sehr bereichert nach Hause gegangen. „Ich habe eine Idee davon bekommen, wie ich selbstsicherer auftreten kann. Nun muss ich es nur noch ausprobieren und verfestigen", hieß es auf einem der Feedbackbögen.
Astrid Kafsack
Fotos: Jörg Brocks

Hinweis: Weitere Fortbildungen für kfd-Mandatsträgerinnen sind der Tag „kfd bewegt – Alles über unsere kfd“ am 15. Juni und die 5-teilige Fortbildungsreihe „Qualifizierung fürs Ehrenamt“, die jeweils samstags stattfindet und am 31.08.2019 beginnt.
Informationen hierzu geben Astrid Kafsack und Astrid Mönnikes: 0221 1642-1385 oder E-Mail: info [at] kfd-koeln [dot] de