Das ist mein Fundament

Jahresabschluss-Gottesdienst 2020 im Pandemiejahr im Kölner Dom

Köln, 3.12./7.12.2020 – Beim traditionellen Jahresabschluss-Gottesdienst zu Beginn des Advents haben sich erstmals unter strengen Regeln seit Beginn der Pandemie im Frühjahr kfd-Mitglieder aus dem ganzen Erzbistum im Kölner Dom versammelt. Der Gottesdienst wird seit 2011 gefeiert und stand in diesem Jahr unter dem Thema „Was ist mein Fundament?“. Übertragen wurde der Gottesdienst auch über das Domradio und über Youtube.


Im Mittelpunkt stand das Matthäus-Evangelium (Mt 7, 21.24-27) mit dem Bild vom gelingenden und gottgefälligen Leben, das wie ein Haus auf Felsen gebaut ist und nicht auf Sand. Dieses Evangelium lädt dazu ein, auf Jesus zu schauen, der Fundament des Glaubens ist.

In der Pandemie die Verbindung halten

In ihrer Begrüßung erinnerte Diözesanvorsitzende Elisabeth Bungartz daran, welchen Herausforderungen sich die kfd in diesem Jahr durch die vielen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie gegenübersah: Ein Jahr, in dem ein Virus „uns voll im Griff hatte. Uns allen wurde viel abverlangt“, sagte sie. Es hätten neue Wege gefunden werden müssen, damit die kfd-Mitglieder „trotz allem verbunden bleiben. Ich glaube, dass es uns ganz gut gelungen ist. Dafür danke ich allen, die das beispielhaft auch vor Ort getan haben.“

An die Botschaft glauben, heißt …

Für die kfd-Gemeinschaft interpretierte sie auch, was es heutzutage bedeutet, an die Botschaft Jesus Christus zu glauben. Dazu zählt für sie, einen neuen Lebensstil zur Bewahrung der Schöpfung zu entwickeln, aber auch nicht müde zu werden bei der Forderung nach der Aufklärung des Missbrauchsskandals in der Kirche und nach gleichen Rechten von Frauen in Kirche und Gesellschaft.

Nicht auf die Fassade, auf das Fundament kommt es an

Diözesanpräses Robert Kleine verwies mit Nachdruck in seiner Predigt mit Blick auf den Missbrauchsskandal darauf hin, dass da „wo Menschen, auch Geistliche, eben nicht das lebten, was sie verkündeten, nämlich die Liebe Gottes“ ihre Glaubwürdigkeit verlören. „Nicht auf die Fassade, auf das Fundament kommt es an …“, griff er auch dafür das Bild vom Haus aus dem Evangelium, das nicht auf Sand, sondern auf Felsen gebaut ist, auf.

Solidarisch in der kfd durch die Pandemie

Auch die Corona-Pandemie ließe sich in Solidarität durchstehen, auch wenn gerade das Distanzhalten weh täte in den pfarrlichen kfd-Gemeinschaften, wo man sich doch begegnen wolle. „Wenn wir das Vertrauen haben, dass Gott bei uns ist alle Tage unseres Lebens, durchstehen wir in einer Gemeinschaft in Solidarität die Pandemie“, ermutigte er die kfd-Frauen.

Kraftquelle meines Lebens

Diese hatten auch die Gelegenheit im Gottesdienst sich ihres ganz persönlichen Fundaments zu vergewissern und konnten einen Stein mit dem Begriff beschreiben, der für sie wesentlich ist im Leben. Er soll als Erinnerung und Kraftquelle in den nächsten Monaten dienen. Auch wurde eine neue kfd-Kerze geweiht. Sie ist beschriftet mit Begriffen, die zentral für die kfd-Arbeit sind und auch das Programm im nächsten Jahr prägen werden:  Zeugnis, Hoffnung, Frieden, Ruach (Heilige Geistkraft), Treue, Liebe, Gemeinschaft, Gerechtigkeit.

Fotos: Jörg Brocks

Gottesdienst bei Youtube: hier noch einmal anschauen