300 Rheintöchter waren unterwegs

Das Gefühl bleibt: Bei der kfd bin ich richtig. Wie das Jubiläum auch gefeiert wird.

Köln. 14.7./16.72018 Am 5. Februar gab es die offizielle Jubiläumsfeier mit großem Gottesdienst im Kölner Dom, ein halbes Jahr später feierten die kfd-Frauen, an diesem Tag auch „Rheintöchter“ genannt, auf der MS Lorely-Elegance einen ganzen Tag lang ihre kfd auf einer Schifffahrt von Köln bis zum Drachenfels und zurück.


„Das ist mal ganz was anderes“, „Wenn ich mit anderen kfd-Frauen zusammen bin, dann fühle ich mich sofort zuhause“, „Super Programm - perfekte Mischung aus Fröhlichkeit, Spiritualität und durchaus sehr nachdenklichen Elementen.“ Die Fahrt auf dem Rhein hat Christel Bücher aus St. Augustin und Ruth Holtorf aus Troisdorf oder Christa Lammerz aus  Bedburg so wie Beate Kruse, die bis vor kurzem Geschäftsführerin des kfd-Bundesverbandes war, wirklich gut gefallen. Und nicht nur ihnen.

Alles für einen entspannten Tag

Feiern und Rheinlieder-Medleys singen mit den Spielerinnen der kfd Bliesheim, Musik mit der Band Churchrocker, sonnenbaden und entspannen auf dem Deck, Erinnerungsfotos machen, lecker essen, unbeschwert plaudern und lachen, neue kfd-Frauen kennenlernen und auch miteinander beten, ein Rätsel für alle rund um die Sehenswürdigkeiten am Rheinufer – das waren die Zutaten für einen gelungenen Tag, der wochenlang mit viel Herzblut und begeistert von den Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle vorbereitet worden war.

Heimat Rhein, Heimat kfd

Den Rhein und seine Ortschaften zeigen als Symbol für Heimatgefühl, wie es auch in der kfd empfunden wird – das und es sich einfach gut gehen lassen steckte hinter der Idee, den Rhein hinauf- und hinunter zufahren. So winkten am Ufer in Köln und seinen Vororten, Wesseling, Niederkassel oder Bonn und Königswinter tatsächlich etliche Familienmitglieder den kfd-Frauen auf dem Schiff zu und machten Fotos

Frauen sind stolz auf ihren Verband

Für Diözesanvorsitzende Lydia Wallraf-Klünter hat sich mit der Jubiläums-Schifffahrt auch bestätigt, was sie als ein wesentliches Ziel der verbandlichen Arbeit betrachtet: „Wir konnten hier erleben, dass die Frauen stolz sind, Mitglied in der kfd zu sein, sie fühlen sich wohl in diesem modernen und innovativen Verband“. Und sie ist zuversichtlich, dass sich so manche Teilnehmerin nach diesem schönen Tag noch einmal Inspiration und Mut für die Arbeit in den Gruppen geholt hat.

Gottesdienst gehört dazu

Darin wurden die Frauen auch in den spirituellen Elementen des Tages bestärkt – eine Wortgottesfeier mit Diözesanpräses Robert Kleine zeigte das Fundament, auf dem die kfd steht. Alle können sich geborgen und sicher fühlen bei Gott – so erzählt es der Evangelist Lukas am Beispiel des großen Sturms auf dem See Genezareth (Lk 8,22-25), den Jesus seelenruhig hätte verschlafen können, wären die Menschen um ihn herum nicht große Angst verfallen und hätten ihn aufgeweckt.

Mit Gott die Stürme aushalten

Kleine zeigte in seiner Bibelauslegung, was das für das Heute bedeutet und zog die Parallele zur kfd und ihren Mitgliedern. Diese hätten schon vielen Stürme bestanden und würden gewiss auch weiterhin den Schwierigkeiten trotzen und die Kirche weitertragen. So wie es auch in dem Kirchenlied von Gregor Linßen heißt, das die kfd-Frauen zum Schluss der Andacht gemeinsam sangen: „Wagt euch zu den Ufern, stellt euch gegen den Strom.“

kfd-Entchen für einen guten Zweck

Mit 443,50 Euro hatte auch die kleine Spendensammelaktion für den neuen Fonds „Frauen für Frauen“ mit den kleinen kfd-Quietschentchen ein erfreuliches Ergebnis. Für zwei Euro aufwärts konnten diese erworben werden. Aus dem Erlös für den Fonds sollen Teilnahmebeiträge für kfd-Veranstaltungen für Frauen mit geringem Einkommen subventioniert werden. Nicht umsonst wurde dieses Symbol gewählt, denn die Ente gilt als Glückssymbol und „Krafttier“ zugleich, das hilft Herzenskräfte wieder aufzuladen, wie Geschäftsführerin Ursula Sänger-Strüder am Rande erzählt. „Also genau richtig für unsere Gemeinschaft,“ wie sie meint.

Das Gefühl „Ich bin richtig bei der kfd“ bleibt

 „ ... und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand“, mit dem stimmungsvollen Lied „Möge uns die Straße zusammenführen“ verabschiedeten sich die Reisenden voneinander. Kaum hat das Schiff an der Bastei am Kölner Konrad-Adenauer-Ufer angelegt, haben sich alle ganz schnell zerstreut. Aber das schöne Gefühl, das sich ins Herz gesetzt hat, dieses schöne Gefühl bleibt: „Ich bin richtig bei der kfd.“Sabine Schleiden-Hecking

Fotos: Jörg Brocks