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    Mit überwältigender Mehrheit entlasteten die Delegierten den Vorstand für die Arbeit 2015.
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    Freude und Heiterkeit: Diözesanvorsitzende Lydia Wallraf-Klünter gratuliert Diözesanpräses Robert Kleine zur neuen Aufgabe als Berater der Frauenkommission der Deutschen Bischofskonferenz.
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    Im Jahresbericht 2015 legt der Diözesanvorstand Rechenschaft über die geleistete Arbeit ab.
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    Die kfd-Stiftung ruft auch in diesem Jahr wieder zu Spenden für die Lettlandhilfe auf. Es werden Spenden für Lebensmittel gesammelt. Im Bild eine Delegierte mit dem Spendenaufruf.
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    Der Diözesanvorstand v.l.n.r.: Diözesanpräses Robert Kleine, Vorsitzende Lydia Wallraf-Klünter, Geschäftsführerein Ursula Sänger-Strüder, die stellvertretenden Diözesanvorsitzenden Hildegard Leven, Elisabeth Bungartz und Elisabeth Glauner.

2600 neue kfd-Mitglieder geworben

Delegiertenversammlung 2016 schaute zurück und in die Zukunft

7.11.2016 Die Mitgliederwerbekampagne „Frauen.Macht.Zukunft.“ hat anderthalb Jahre nach dem offiziellen Start im Diözesanverband Köln im April 2015 einen deutlichen Erfolg zu verzeichnen. Rund 2600 neue Mitglieder konnten die pfarrlichen Frauengemeinschaften bis zum Herbst 2016 für die kfd gewinnen. Von diesem Aufwind in den Mitgliederzahlen berichtete am Wochenende der Diözesanvorstand auf der diesjährigen Delegiertenversammlung. Daran nahmen rund 60 Delegierte aus den Stadt- und Kreisdekanaten der kfd im Erzbistum Köln teil. Weitere waren indirekt über eine Stimmübertragung beteiligt.


Eine weitere Nachricht sorgte für deutliche Freude und viel Applaus bei den Delegierten. Diözesanpräses Robert Kleine, der auch Domdechant und Domkapitular ist, war nur wenige Tage zuvor von dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Marx, zum Berater der Unterkommisssion „Frauen in Kirche und Gesellschaft“ berufen worden.

Delegierte gaben grünes Licht für die weitere Arbeit

Die Delegierten entlasteten den Vorstand für die 2015 geleistete Arbeit. Sie begrüßten die inhaltliche Ausrichtung der Arbeit, die nach den Worten der Diözesanvorsitzenden Lydia Wallraf-Klünter unter dem Leitgedanken „leidenschaftlich glauben und leben“ steht. „Wir sehen die kfd als eine Gemeinschaft von Frauen, die ihre christlichen Überzeugungen im Alltag leben und in der Kirche Raum geben für Suchende und Fragende", sagte sie. „Das ist die Richtschnur für unser Handeln im Verband.“

Spiritualität und politisches Handeln aus dem Glauben

Die spirituellen Angebote wie die Kurse für Wortgottesfeierleiterinnen, eine Pilgerreise nach Avila in Spanien und das FrauenWort im Dom mit der Geistlichen Leiterin des kfd-Bundesverbandes, Ulrike Göken-Huismann, gehörten zu den Höhepunkten des kfd-Jahres 2015 ebenso wie gesellschaftspolitische Bildungs- und Kulturprogramme. Dazu zählt zum Beispiel das regelmäßig stattfindende Politische Frühstück, 2015 zum Thema „Leben bis zuletzt: Sterbebegleitung statt Sterbehilfe“. Es wurde begleitend zu den bundesweiten Aktivitäten der kfd gegen geschäftsmäßigen Suizid, der im Bundestag im Zusammenhang mit einer Gesetzesnovellierung diskutiert wurde, angeboten.

Großzügige Spenden für soziale Projekte der kfd

Einen ungewöhnlichen Beitrag zur Linderung der Altersarmut sind die Ferienmaßnahmen für ältere kfd-Mitglieder mit sehr geringem Einkommen. Sie wurden erstmals 2015 über den Marie-Theres Schorlemer-Fonds finanziert. Dafür wird in der Oktoberkollekte der pfarrlichen Frauengemeinschaften gesammelt. Auch die Resonanz auf das soziale Projekt der kfd-Stiftung, die Lettland-Hilfe, war sehr erfolgreich. kfd-Mitglieder unterstützten großzügig die Weihnachtsaktion mit rund 28 000 Euro. Unter dem Motto „Schenken Sie Gesundheit“ wurden Spenden für Medikamente und Arztbesuche für die Kinder von sehr armen Familien gesammelt.

Mehr Aufmerksamkeit für Müttergenesung erreichen

Wichtiges Thema in den Diskussionsbeiträgen war wie auch schon auf der Delegiertenversammlung 2015 das Engagement der kfd-Mitglieder für die Müttergenesung. Die Arbeit der diözesanen Arbeitsgemeinschaft Müttergenesung schöpft wesentliche Mittel aus den Spendensammlungen der kfd-Gemeinschaften, die diözesanweit seit vielen Jahren die meisten Gelder zusammentragen. Delegierte sprachen sich deutlich für eine verstärkte Unterstützung dieser Arbeit auch mit Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit innerhalb der kfd aus, um weiterhin Familien zu stärken.

Strukturelle Veränderungen werden die kfd-Arbeit 2017 prägen

Auch die strukturellen Veränderungen, die mit Beginn des Jahres 2017 von der kfd umzusetzen sind, wurden ausführlich debattiert. Im Erzbistum wird es künftig nur noch Stadt- und Kreisdekanate geben. Dekanate selbst wird es nicht mehr geben. Sie sind jedoch eine wichtige Ebene in der Verbandsarbeit, auf die die kfd nicht verzichten kann. In der Versammlung war man sich einig, dass die kfd dekanatsähnliche Strukturen beibehalten und sich in so genannten „Dekanatsbereichen“ organisieren möchte – die Einzelheiten dazu werden zusammen mit den diözesanen Gremien ausgearbeitet. Eine „Projektgruppe Verbandsstrukturen“ hat dazu ihre Arbeit aufgenommen.

Unser Ort in der Kirche von Köln

Diese Veränderung sowie die Zukunft der Frauenseelsorge insgesamt im Erzbistum bot Anlass zu einer Frage wie sie Sr. Barbara Schulenberg, eine der Vertreterin der Geistlichen Begleiterinnen der kfd neben Sr. Clementine Ferdinand im Diözesanausschuss, unter Beifall formulierte: „Wo finden wir uns wieder in der Kirche von Köln und wie tragen wir die kfd in die Zukunft?“ Einig war man sich in der Versammlung, dass die kfd ihre eigenen Wege finden werde und es als einen Auftrag betrachte, für Frauen einen Ort in der Kirche  zu sein, wo der Glaube gelebt und gestärkt wird.

Ich zeige mich als Christin

Im Studienteil „Ich zeige mich als Christin“, der sich an den Vormittag anschloss, referierte der Religionsphilosoph und Fundamentaltheologe Dr. Martin Breul von der Universität zu Köln zum Verhältnis von Religion und Politik. Die Delegierten diskutierten die Frage, ob Religion gut für die Politik ist und wie persönliche Glaubensüberzeugungen in die öffentliche Diskussion eingebracht werden können.

Sabine Schleiden-Hecking

Fotos: Kathrin Becker

 

2018: Hundert Jahre kfd-Diözesanverband Köln

Bitte notieren: Montag, 5. Februar 2018: Feierlicher Gottesdienst im Kölner Dom mit Kardinal Woelki aus Anlass des 100-jährigen Bestehens des kfd-Diözesanverbandes.