2004 - 2019: Jubiläum kfd-Stiftung

Zum Geburtstag lud die Stiftung zu einem Ausflug ein

Köln/Zons, 15. 8 2019 – 15 Jahre kfd-Stiftung: Das war Anlass für einen ganz besonderen Geburtstagsausflug mit dem Bus nach Zons am Niederrhein. Eingeladen dazu waren als Dank für die langjährige Unterstützung und die finanzielle Förderung der Projekte der Stiftung kfd-Mitglieder und Unterstützer*innen.


Auf dem Programm standen eine Stadtführung, der Besuch des Stadtmuseums und der Aufführung des Märchens „Der kleine Muck“ auf der Freilichtbühne von Burg Friedestrom, der alten Festungsanlage der mittelalterlichen Zollfeste.

100 Gäste waren dabei

Rund 100 Gäste tauchten in die bewegte Geschichte des kleinen Städtchens ein, das heute zu Dormagen gehört und freuten sich an der Märchenaufführung, die tatsächlich nicht nur für Kinder einen besonderen Reiz hat. Finanziert wurde die Fahrt aus dem Etat für Öffentlichkeitsarbeit, der der Stiftung aus den Stiftungsmitteln zur Verfügung stehen. Und viele der Teilnehmerinnen ließen es sich nicht nehmen, ihre Teilnahmekosten selbst zu zahlen!

Lettland-Hilfe tut viel Gutes

Die Stiftung hat im Laufe der vergangenen 15 Jahre ihr Profil gefestigt und gestärkt. Im Mittelpunkt stehen, wie es auch im Satzungszweck vorgesehen ist, die Förderung von Mädchen und Frauen, und zwar auch international. So nimmt die Lettland-Hilfe für arme Familien in dem baltischen Land in Osteuropa einen großen Raum in der Arbeit ein – hier hat sich im Laufe der letzten zehn Jahre dank der großen Unterstützung durch die Spender*innen eine wichtige Säule der Projektarbeit etabliert. Mehr als 150.000 Euro konnten dafür in den vergangenen Jahren überwiesen werden.

2019/2012:  Arme, alte Frauen im Mittelpunkt

Auch in diesem Jahr soll es wieder einen Spendenaufruf für die sozial-karitative Arbeit der lettischen Projektpartnerin, dem Katholischen Lettischen Frauenbund, geben. Erstmals sollen insbesondere arme, alte Frauen, die kaum von ihrer Rente leben können, besondere Hilfen zum Lebensunterhalt bekommen. In den Jahren zuvor profitierten insbesondere alleinerziehende arme Mütter und ihre Kinder von der Hilfe.

40 Projekte, Fördersumme insgesamt: 350.000 Euro

Aber auch viele Projekte und auch einzelne Personen wurden nach den Grundsätzen der Stiftung gefördert, darunter Kunst- und Kulturprojekte, und solche, die den Schwerpunkt auf die ganz individuelle Förderung und Stärkung von Frauen und Mädchen legen. So wurden etwa 40 Projekte mit einem Projektumfang von rund 350.000 Euro im Laufe der Jahre gefördert.

Von der Geige über die Matratze

Beispiele für eine direkte Nothilfe oder ganz individuelle Unterstützung sind die Finanzierung einer Geige für eine hochbegabte junge Musikerin, die Ausbildungsunterstützung für eine alleinerziehende Mutter in der Umschulung zur Altenpflegerin, aber auch die Finanzierung einer Spezialmatratze für eine schwergewichtige kranke Frau oder die Beschaffung neuer Elektrogeräte für eine kinderreiche Familie.

Mit Blick auf Europa

Aber auch Projekte, die die Frauenarbeit strukturell unterstützen, erhalten Finanzierungshilfen: so die Mitgliederversammlungen und die Öffentlichkeitsarbeit der europäischen katholischen Frauenvereinigung „andante“, zu der auch die kfd gehört.

Familienpatinnen und Lebenskünstlerinnen

Die beiden stiftungseigenen Projekte „Familienpatinnen“ und „Lebenskünstlerinnen“ prägten die Arbeit der Stiftung. Sie haben die Stiftung auch nach außen sehr bekannt gemacht und deutliche Akzente gesetzt. 

Stiftung unterstützt Arbeit des Diözesanverbandes

Ein besonderes Augenmerk legt die kfd-Stiftung, die zum kfd-Diözesanverband gehört und 2004 aus der ehemaligen kfd-Familien- und Siedlungshilfe hervorgegangen ist, auch auf die Förderung der verbandlichen Arbeit. So werden regelmäßig besondere Veranstaltungen und Angebote des Diözesanverbandes finanziell unterstützt, zum Beispiel die Frühjahrstagungen in Bensberg, Pfarrvorständetage, Diözesanwallfahrten oder das FrauenZukunftsfest 2016.

Unterstützung auch fürs 100-Jährige des Diözesanverbandes

Im Rahmen des Jubiläumsjahres 2018 unterstützte die Stiftung den kfd-Diözesanverband mit 17.000 Euro. Davon konnte unter anderem der Studientag „Du sollst ein Segen sein" mit Professorin Birgit Jeggle-Merz oder die Ausstellung „100 Jahre Frauenleben“ finanziert werden.

Hedwig-Fest und Hedwig-Preis für die kfd

Zur Stiftungsarbeit gehört auch das Hedwig-Fest. Diese Benefiz-veranstaltung findet inzwischen alle zwei Jahre im Oktober um den Namenstag der heiligen Hedwig herum statt und ist auch mit der Verleihung des Hedwig-Preises verbunden. Dieser Preis ist besonders verdienten kfd-Mitgliedern gewidmet und kfd-Gruppen, die für ihre Mitglieder ungewöhnliche oder sehr erfolgreiche Angebote organisieren. 

Die Zukunft der Stiftung

Nach dem Abschluss des Projektes „Lebenskünstlerinnen“ sondieren die Verantwortlichen nun, welches neue Projekt folgen soll. Das ist, wie es aus dem Vorstand heißt, eine herausfordernde Aufgabe, denn in einem neuen Projekt müssen viele Kriterien wie Innovation, Kreativität, Alleinstellungsmerkmale, Frauenbezogenheit und Originalität erfüllt sein.

Schwierige Situation wegen Kapitalmarkt

Sorge macht den Verantwortlichen die Situation am Kapitalmarkt. Die Niedrigzinsen und schlechten Renditen machen auch der Stiftung zu schaffen, denn diese finanziert ihre Arbeit hauptsächlich aus der Verzinsung des Stiftungskapitals. Noch ist leider nicht abzusehen, wann diese Phase der Niedrigzinsen weltweit zu Ende geht. Um so dankbarer ist man im Vorstand für den großen Spender*innenkreis sein, der sich in den letzten zehn Jahren aufgebaut hat.
Sabine Schleiden-Hecking

Fotos: Jörg Brocks