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    Regina Wall, Ute Schröder und Monika Kurth (v.l.n.r.) gehörten bis zum Sommer 2017 dem Vorstand der kfd-Stiftung an. Nun wurde Abschied genommen.
    Regina Wall, Ute Schröder und Monika Kurth (v.l.n.r.) gehörten bis zum Sommer 2017 dem Vorstand der kfd-Stiftung an. Nun wurde Abschied genommen.
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    Ehemaliger Vorstand und neuer Vorstand auf der Bühne des Maternushaus. Alles Gute für die künftige Arbeit der Stiftung!
    Ehemaliger Vorstand und neuer Vorstand auf der Bühne des Maternushaus. Alles Gute für die künftige Arbeit der Stiftung!
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    Nawal Obst aus Bonn-Ippendorf hat in diesem Jahr den Ehrenpreis der kfd-Stiftung erhalten. Er wurde von Bärbel Mockenhaupt, der Vorsitzenden der Stiftung, überreicht.
    Nawal Obst aus Bonn-Ippendorf hat in diesem Jahr den Ehrenpreis der kfd-Stiftung erhalten. Er wurde von Bärbel Mockenhaupt, der Vorsitzenden der Stiftung, überreicht.
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    Oliver Steller (li) reziizierte, spielte und sang unterstützt von Bernd Winterschladen am Saxophon Lyrik deutscher Dichterinnen.
    Oliver Steller (li) reziizierte, spielte und sang unterstützt von Bernd Winterschladen am Saxophon Lyrik deutscher Dichterinnen.
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    Das Buch der Lebenskünstlerinnen ist ein Mail-Art-Projekt, das den Abschluss für das Projekt Lebenskünstlerinnen der Stiftung bildete. Hier präsentiert von Barbara Hohmann aus dem Lenkungskreis.
    Das Buch der Lebenskünstlerinnen ist ein Mail-Art-Projekt, das den Abschluss für das Projekt Lebenskünstlerinnen der Stiftung bildete. Hier präsentiert von Barbara Hohmann aus dem Lenkungskreis.

Viele Kronen beim Hedwigsfest

Es wurden viele Frauen gefeiert und geehrt

6.10.2017 Zum vierten Mal seit 2014 feierte die kfd-Stiftung St. Hedwig das Hedwigsfest unter dem Motto „Wir setzen euch die Krone auf“. Dieses Motto begleitete in diesem Jahr gleich drei Programmpunkte. So wurde nicht nur der Ehrenpreis der Stiftung verliehe. Es wurde auch Abschied vom ehemaligen Vorstand der Stiftung genommen und das „Buch der Lebenskünstlerinnen“ vorgestellt.


120 Gäste waren dabei als 13 Frauen für ihren Einsatz als Werberinnen von neuen kfd-Mitgliedern geehrt wurden. Bärbel Mockenhaupt, die Vorsitzende der Stiftung, überreichte Nawal Obst aus Bonn-Ippendorf den Ehrenpreis der kfd-Stiftung. Sie wurde ausgezeichnet, weil sie sich nach Überzeugung der Jury sehr kompetent und glaubwürdig für die kfd einsetzt und den Verband in besonderer Weise durch ihr vielfältiges Engagement verkörpert. 29 Frauen hat sie in drei Jahren für die kfd gewinnen können. Schirmherrin Gisela Manderla hatte sich in einem schriftlichen Grußwort an alle Frauen gewandt und sich für ihren großen Einsatz bedankt.

Abschied vom alten Stiftungsvorstand

Zuvor hatte der ehemalige Vorstand der kfd-Stiftung im Mittelpunkt gestanden. Mit den Neuwahlen in diesem Sommer zogen sich die Vorsitzende Ute Schröder, ihre Stellvertreterin Monika Kurth und Beisitzerin Regina Wall aus der Arbeit zurück. Ihre Arbeit würdigt kfd-Diözesanpräses Robert Kleine, der dem Vorstand als geborenes Mitglied seit vielen Jahren angehört.

Ohne Ute Schröder keine kfd-Stiftung

Insbesondere Ute Schröder, die 2004 die Gründungsvorsitzende der kfd-Stiftung war,  und deren vorausschauender Planung ist es zu verdanken, dass es die heute gut etablierte und anerkannte Stiftungsarbeit überhaupt gibt. Das betonte Kleine in seiner Rede, in der er auch die Geschichte der Stiftung und ihre Arbeitsweise nachzeichnete. „Sie hat als erfahrene Unternehmerin die Zeichen der Zeit erkannt und der Stiftung auch gegen viele Widerstände mit Unterstützung von Geschäftsführerin Ursula Sänger-Strüder durchgesetzt,“ sagte Kleine.

Stiftung setzt die Tradition fort

Die Stiftung war mit dem Erlös aus dem Verkauf des kfd-eigenen Bildungshauses St. Hedwig in Rhöndorf gegründet worden und setzt seit 13 Jahren die jahrzehntelange Fürsorge und Arbeit für Frauen und Mädchen fort. In den Jahren vor der Gründung der Stiftung war deutlich geworden, dass das Bildungshaus, das damals schon unter der Trägerschaft des Bistums stand, keine Zukunft haben würde. Mit der Stiftung hätte fortgesetzt werden können, was schon in den 20er-Jahren des letzten Jahrhunderts begonnen habe, sagte Kleine.

Danke für alles Gute!

Die ersten Müttererholungswochen in Haus St. Hedwig ermöglichten bedürftigen Müttern aus dem damals besetzten Rheinland neue Kraft und Gesundheit. Bis heute hätten die damaligen Ziele Bestand in der Stiftungsarbeit: Fürsorge für Frauen, Chancen geben zur Entwicklung und Entfaltung ihrer Talente und Charismen. Kleine Er bedankte sich bei Ute Schröder, Monika Kurth und Regina Wall, die seit 2010 dem Stiftungsvorstand angehört haben „Herzlichen Dank im Namen der kfd und im Namen der Frauen, die durch die Arbeit der Stiftung so viel Gutes erfahren haben“.

Buch der Lebenskünstlerinnen hat mehr als 50 Autorinnen

Schließlich wurde den Gästen noch das Abschlussgeschenk der Lebenskünstlerinnen an die Stiftung vorgestellt: das „Buch der Lebenskünstlerinnen“, gestaltet von mehr als 50 Frauen. Buchseiten aus einem Glücksratgeber waren weiß übermalt worden und einzeln an Teilnehmerinnen der „Tage der Lebenskünstlerinnen“ verschickt worden. Sie gestalteten die Seiten neu und aus diesen Seiten entstand ein neues Buch, das nun künstlerisch eingebunden, ein Teil der Stiftungsgeschichte sein wird.

Ein Projekt, dass das Mehr herausfordert

Die Stiftung hatte 2013 das Projekt Lebenskünstlerinnen ins Leben gerufen und rund 250 Frauen mit den „Tagen der Lebenskünstlerinnen“ ansprechen können. Ein Kreis von Kreativen hatte zusammen mit einer Lenkungsgruppe die Tage jeweils gestaltet. An ungewöhnlichen Veranstaltungsorten, wie zum Beispiel einer Burg oder einer Kulturkirche, konnten sich die Teilnehmerinnen ausprobieren, sich zu Neuem inspirieren lassen, sich stärken lassen. So heißt es auch in Einleitung zur Replik (also in der gedruckten Nachbildung) des Kunstwerkes: Man wollte an diesen Tagen "die Sehnsucht nach dem Mehr im Leben wecken".

Lyrik von Frauen: gesprochen, gesungen und gespielt

Den literarischen und musikalischen Höhepunkt auf dem Fest war zur großen Begeisterung des Publikums das Lyrikprogramm „Dichterinnen – Spiel der Sinne“. Oliver Steller sprach, sang und spielte berühmte Gedichte von Frauen, begleitet von Bernd Winterschladen auf dem Saxophon. Vom „schüchternen Liebesgedicht“ über das Gedicht das „nie geschrieben wurde“ bis zu „Ich mach ein Lied aus Stille“ erzählten die beiden Künstler eine Geschichte von und über Frauen, wie sie vielleicht nicht schöner dargebracht werden kann.
Sabine Schleiden-Hecking

Fotos: Kathrin Becker