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    Ein Kreuz mitten auf der Rheinpromenade - geformt aus den Lichtern der Beterinnen.
    Ein Kreuz mitten auf der Rheinpromenade - geformt aus den Lichtern der Beterinnen.
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    Das Kreuz durch die Altstadtgassen von Köln tragen und Zeugnis geben.
    Das Kreuz durch die Altstadtgassen von Köln tragen und Zeugnis geben.
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    Still werden mitten im Lärm der Großstadt - das ging erstaunlich gut.
    Still werden mitten im Lärm der Großstadt - das ging erstaunlich gut.
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    Zusammen Andacht üben und still werden vor einer wunderschönen abendlichen Kulisse.
    Zusammen Andacht üben und still werden vor einer wunderschönen abendlichen Kulisse.
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    Ein Segen unter den prächtigen Bäumen vor der Geschäftsstelle an Groß St. Martin.
    Ein Segen unter den prächtigen Bäumen vor der Geschäftsstelle an Groß St. Martin.

Mache dich auf und werde Licht

Lichterprozession zum Rhein war eine besondere spirituelle Erfahrung

29.8.2017 Abendstimmung legte sich schon über Köln, als die ersten Teilnehmerinnen aus Bonn, Nießeraußem und Köln im Foyer der kfd-Geschäftsstelle eintrafen. Die Lichterprozession, zu der sich  20 Frauen hier versammelten, „ist ein Versuch“, sagte Geschäftsführerin Ursula Sänger-Strüder.


Der Diözesanverband hatte im Rahmen der diesjährigen bundesweiten Aktionswoche der kfd dazu eingeladen diesen Gottesdienst zu feiern und eine neue spirituelle Erfahrung zu machen. So wurden die Frauen eingeladen, „sich bewusst auf den Weg zu machen, um öffentlich Licht in die Stadt zu bringen" . Ganz so wie es im Lied heißt, das zu Beginn gesungen wurde: „Mache dich auf und werde Licht!“

Durch kleine Gassen zum großen Rhein

Die Prozession ging von der kfd-Geschäftsstelle durch die schon abendlich stille Lintgasse hin zum Rheinufer, wo noch Menschen in den Straßenrestaurants saßen und neugierig die kleine Gruppe betrachteten, die mit Kerzen in den Händen schweigend an ihnen vorüberzog. Sie machte verschiedentlich Station auf dem Weg, wo dann gebetet und meditiert wurde. Eine der Stationen  war die Rheinpromenade, ganz in der Nähe des Hauses des Kölner Handwerkes.

Feierlich inmitten des Alltages

Als beeindruckende Kulisse im Hintergrund der mächtige hellerleuchtete Dom mit der Deutzer Brücke und in der anderen Richtung die Severinsbrücke, die Bahn war genauso zu hören wie das Glockengeläut des Kölner Doms, Verkehrslärm oder das leise Schwappen des Rheins an das befestigte Ufer. Lichter glitzerten über dem Wasser und die Geräusche der Stadt schwebten über der Szenerie. Und es entstand eine ganz eigene Feierlichkeit durch die Lichter und Verbundenheit der Beterinnen in ihrem Glauben.  Und man konnte erleben: Das Leben geht weiter und doch hält es einen Augenblick an fürs Innehalten, das doch so wichtig ist.

Wie kann ich das Leben hell machen?

Auf dem kurzen Weg, der zum Rhein über die Lintgasse und über die Mühlengasse vorbei am großen Brauhaus St. Peter zurück in die Geschäftsstelle bei Groß St. Martin führte, meditieren die Frauen das Gleichnis von den klugen und den törichten Jungfrauen. Impulsfragen lenkten die Gedanken, zum Beispiel „Wie kann ich mein Leben und das Leben der Menschen um mich hell machen und mit einem Funken Licht füllen?“

Die Teilnehmerinnen waren angerührt

Das gemeinsame Fürbittgebet an den Gott der zerrissenen Welt und den Gott des Lichtes, das Singen altbekannter, tröstender Lieder und der Abschluss mit der Segnung hat die Teilnehmerinnen tief ergriffen, wie beim anschließenden Zusammensein im von Kerzen erleuchteten großen Konferenzraum deutlich wurde.

Beglückende Ruhe erfüllte die Seele

Angerührt von der Tiefe des Augenblicks, das ist wohl das richtige Gefühl, mit dem Ursula Sänger-Strüder ihren eigenen Eindruck des Abends beschreibt: „Vor allem die Statio am Rhein und der Abschluss auf dem Platz vor unserer Geschäftsstelle unter den Bäumen im Kerzenschein hat mich still werden lassen. Es war eine beglückende Ruhe, die mich erfüllt und mich beseelt hat.“
Sabine Schleiden-Hecking

Fotos: Kathrin Becker

 

Hinweis
Texte und Ablauf der Lichterprozession stehen unter Arbeitshilfen im Extranet für die kfd-Verantwortlichen zur Verfügung.