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    Die kfd-Stiftung bekannt machen und einladen, die große Vielfalt der Stiftungsarbeit kennenzulernen war auch ein Anliegen des Tages. Zu sehen sind (v.l.n.r.) die Mitarbeiterinnen der Stifung, Ursula Sänger-Strüder und Anne Merkenich sowie Stiftungsvorstan
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    Die herrliche Umgebung von Schloss Dyck bei Jüchen verlieh dem Tag zusätzlich etwas Besonderes.
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    Spaß am Teichufer. Schauspieler Helger Queck und Galina Schaumburg von der Lenkungsgruppe amüsierten mit einem abgewandelten Version des Märchens vom Froschkönig.
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    Fototermin beim Tag der Lebenskünstlerinnen. Auch zu sehen: die an diesem Tag entstandene Skulptur Rheintöchter.
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    Putzschwämmchen können mehr: Hildegard Leven, stellvertretende Diözesanvorsitzende und Diözesanvorsitzende Lydia Wallraf-Klünter freuen sich über neue Verwendungsmöglichkeiten.

Lebenskunst auf Schloss Dyck

50 Frauen erlebten wie es ist, einmal ganz anders zu sein

5.5.2015 „Leben im Fluss“ – das war das Motto des dritten Tages der Lebenskünstlerinnen, zu dem die kfd-Stiftung am 1. Mai eingeladen hatte. Auf Schloss Dyck ganz in der Nähe von Jüchen erlebten die Teilnehmerinnen völlig Überraschendes und konnten sich in verschiedenen Workshops ausprobieren. Das ist das erklärte Ziel der bisher einmal im Jahr stattfindenden Projekttage, die sich inzwischen besonderer Beliebtheit erfreuen.


Alles andere wird gegeben

„Trachtet zuerst nach dem Himmelreich, so wird euch alles andere dazu gegeben,“ zitierte die Vorsitzende der kfd-Stiftung, Ute Schröder, die Bibel in ihrer Eröffnungsrede. Menschen hätten zu allen Zeiten die Sehnsucht gespürt, die Wahrheit zu finden, das Gute zu tun und das Schöne zu genießen“. Dieser Grundkonstante menschlichen Seins wolle die Stiftung mit dem Projekt „Lebenskünstlerinnen“ Raum geben und Frauen ermöglichen, neue Erfahrungen zu machen, Unbekanntes zu genießen und für sich daraus so zu schöpfen, das sie gestärkt in ihren Alltag gehen können.

Komponieren und ein Kunstwerk schaffen

50 Frauen ließen sich auf einen Tag ein, von dem keine zunächst wusste, was sie erwarten würde. Den Rahmen bildeten zahlreiche Angebote, die sich im übertragenen Sinne mit Wasser beschäftigten oder Frauen in den Mittelpunkt stellten wie zum Beispiel eine Stunde lang  der Märchenerzählerin Angelika Krohne zuzuhören, Wassermusik mit dem Musiker Holger Queck zu komponieren, Inselbilder entstehen zu lassen mit der Malerin und Kunsttherapeutin Sabine Fernkorn oder die Skulptur „Rheintöchter“ aus Alltagsmaterialien mit der Künstlerin Monika Bergrath zu gestalten. Das alles war eingebettet inmitten der Schlossanlage und den zauberhaften Landschaftspark von Schloss Dyck.

Loslassen, was den Alltag beschwert

„Man lässt einfach alles los was man im Alltag hat – und merkt erst mal, was man so alles mit sich schleppt,“ meinte Dorothee Engels, die wie die allermeisten Teilnehmerinnen zum ersten Mal beim Tag der Lebenskünstlerinnen dabei war und sich eingelassen hatte auf Qi Gong-Übungen mit Elisabeth Broicher-Wachter.

Ein revolutionäres Weib sein

Auf der Wiese stehen, mit den nackten Füßen die Erde spüren, vor sich das mächtige Wasserschloss – dieses schöne Gefühl, wird so manche nicht vergessen. Aber auch nicht wie es ist, auf einmal im Theaterworkshop mit Mathy Bast zur Schauspielerin zu werden und mit einem einzigen Satz ein revolutionäres Wiener Waschweib zum Leben zu erwecken. Noch dazu wenn „einem der Spiegel vorgehalten wird und man erlebt wie man rüberkommt“, wie eine der Darstellerinnen berichtete.

Was man sich morgens noch nicht vorstellen konnte

Selbst Diözesanvorsitzende Lydia Wallraf-Klünter, die als Vorsitzende des Stiftungskuratoriums im Vorbereitungsteam des Tages war, zeigte sich überrascht darüber was zum Beispiel aus Putzschwämmchen, Trinkhalmen und einer Plastikgießkanne entstehen kann. Sie freut sich über die Skulptur „Rheintöchter“ und darüber wie sich Kreativität entwickelt: „Man kommt plötzlich auf Dinge, die ich mir heute morgen noch gar nicht vorstellen konnte ...“.

Ungedachtes wird machbar

Sie fasste damit in Worte, was viele der Teilnehmerinnen empfanden: Der „Tag der Lebenskünstlerinnen“ ist ein Tag, an dem „alles darf und nichts muss“ und gerade dadurch entstand viel Neues und es erfüllte sich eine Hoffnung, die so manche hegte: nämlich einen Impuls zu bekommen, „etwas ganz anderes zu tun, was bisher nicht im Bereich des Machbaren erscheint,“ wie eine der Frauen später sagte.

Die kfd-Stiftung fördert Frauen ganzheitlich

Das ist ganz im Sinne der kfd-Stiftung und es erfüllt sich auf diese Weise einer der Stiftungszwecke, nämlich Frauen und Mädchen ganzheitlich zu fördern und ihnen bewusst zu machen, dass sie große, eigenständige Persönlichkeiten sind und sich nicht jagen lassen müssen von gesellschaftlichen Ansprüchen zum Beispiel an Perfektion.

Bilanz: Wohltuend und heilend

„Das Projekt Lebenskünstlerinnen ist wohltuend und heilend in unserer schnelllebigen Zeit“, zieht die Geschäftsführerin der Stiftung, Ursula Sänger-Strüder eine vorläufige Bilanz. „Wir werden das Projekt ausführlich mit allen Beteiligten reflektieren und der Vorstand der Stiftung wird dann entscheiden, ob eine Fortsetzung möglich und sinnvoll ist.“

Sabine Schleiden-Hecking

Fotos: Kathrin Becker

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