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    Woelki
    Kardinal Woelki spricht zu den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der kfd-Delegiertenversammlung.
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    Lebhafter Diskussion über die Statements zu den verschiedenen Arbeitsbereichen der kfd
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    Woelki
    Sie zog Jahresbilanz: Diözesanvorsitzende Lydia Wallraf-Klünter.
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    Woelki
    Die Versammlung würdigte die Arbeit des Vorstandes mit Zustimmung.

Im Gespräch mit Kardinal Woelki

kfd hat Anerkennung und Wertschätzung verdient

14.11.2015 „Groß träumen, klein beginnen, langsam gehen und auf jeden Fall nicht allein, und ich glaube, dass die kfd hier an meiner Seite ist“: Kardinal Woelki beschrieb in seiner Rede vor den Delegierten des Diözesanverbandes am Wochenende seine Vorstellungen davon, wie die Kirche ihre Aufgabe erfüllen könne, das Evangelium zu den Menschen zu bringen.


Er sprach von der „mitsorgenden“ statt „versorgten Gemeinde“, wie sie schon von Kardinal Höffner und jetzt erst wieder von der erst Ende Oktober zuende gegangenen Bischofssynode definiert worden war. Er zeigte sich überzeugt davon, dass sich dort Lösungen entwickelten, wo „wir miteinander ins Gespräch kommen“ und fragte: Reden wir über unsere Hoffnung und über unser eigenes personales Angebot im Meer der käuflichen Angebote?

Delegierte informieren über ihre Arbeit

Der Diözesanvorstand hatte Kardinal Woelki zu einem Gedankenaustausch zur diesjährigen Delegiertenversammlung zum Tagungsort Maria in der Aue bei Wermelskirchen eingeladen. In vier Statements, vorgetragen von Petra Börsch, Monika Engel-Welters, Kornelia Fehndrich und Anne Leidig, wurde ein Überblick über die Arbeit der kfd und die Herausforderungen insbesondere für die Arbeit in den pfarrlichen Gruppen gegeben. Themen waren das gesellschaftspolitische Engagement, die Flüchtlingsarbeit, die spirituelle Förderung und Weiterbildung von Frauen und die verbandliche Arbeit vor Ort.

kfd treibt gesellschaftspolitische Fragen voran

Es wurde überdeutlich, welch tragende Rolle die kfd in den Gemeinden aber auch für das Vorantreiben von Lösungen für wichtige, nicht nur Frauen betreffende Fragen ist. Ein Beispiel dafür ist die Aktion „Leben bis zuletzt“, mit der sich die kfd bundesweit und im Erzbistum Köln für eine gute Begleitung von Sterbenden und eine bessere palliativmedizinische Versorgung einsetzt.

Wie geht es weiter mit der Kurberatung in Bonn?

Vor diesem Hintergrund bedachte die Versammlung auch die Ankündigung des Kardinals sich zwei Problemstellungen zu widmen mit viel Applaus. In der Diskussion war deutlich geworden, dass es unbedingt wieder eine Kurberatungsstelle der Müttergenesung in Bonn geben muss. Der Caritasverband Bonn hatte die Stelle kürzlich geschlossen. Der kfd-Diözesanverband ist einer der Trägerverbände der Müttergenesung im Erzbistum Köln und hat diese Arbeit in den 20-er-Jahren ins Leben gerufen.

Kein Verständnis für Bremser der kfd

Mit einer gewissen Fassungslosigkeit und auch Unverständnis für diejenigen, die den kfd-Gruppen die Arbeit schwer machen, reagierte Woelki außerdem auf die Schilderungen von Problemen in der Arbeit vor Ort, die sich durch mangelnde Anerkennung und Wertschätzung der kfd ergeben. „Diese Haltung kann ich jetzt gar nicht verstehen, ich habe die kfd immer als 15. Nothelfer erlebt“, kommentierte er Schilderungen davon, dass manche kfd-Gruppen auf dem Land häufiger Probleme haben, Räumlichkeiten für ihre Veranstaltungen zu finden und sogar Miete für Pfarrsäle zahlen müssen.

Wir brauchen keine Anerkennung fürs Kaffeekochen

Statt die verbandliche Arbeit zu unterstützen, empfehlen gar manche Präsides den Gruppen sogar aus dem Verband auszutreten. Hier wünschte sich die Versammlung, dass die Pfarrer besser über die kfd informiert werden, und das schon in der Ausbildung zum Priester oder auch im Priesterrat. Beides soll möglichst bald umgesetzt werden. Denn: „Wir wollen keine Anerkennung für Kaffeekochen oder Kuchenbacken, wir wollen Anerkennung für unsere gesellschaftspolitische Arbeit und unsere Rolle in der Kirche vor Ort“, hieß es in der Versammlung. 

Delegierte stimmen der Arbeit des Vorstandes zu

Neben diesem inhaltliche Schwerpunkt nahm die Delegiertenversammlung den Jahresbericht 2014 zur Kenntnis und entlastete den Vorstand satzungsgemäß für seine 2014 geleistete Arbeit. Für 2015 hatte Diözesanvorsitzende Lydia Wallraf-Klünter bereits eine vorsichtig-positive Bilanz gezogen. Die Mitgliederwerbekampagne Frauen.Macht.Zukunft. zeige erste positive Ergebnisse, auch jüngere Frauen hätten sich zur Mitgliedschaft entschlossen, berichtete sie.

Mitgliederkampagne zeigt erste Erfolge

43 kfd-Gruppen haben an der diesjährigen bundesweiten Aktionswoche in der letzten Septemberwoche teilgenommen, mehr als doppelt so viel wie noch 2014 und darüber neue Mitglieder gewonnen. „Wir denken, dass die Mitgliederkampagne auch eine Erfolgsgeschichte werden kann,“ sagte sie. Zugleich wies sie auch bedauernd darauf hin, dass sich kfd-Gruppen nicht nur aus Überalterung auflösten. „Die Zukunft der kfd hängt von der Mitgliederstärke ab. Nur wenn wir groß und stark bleiben, werden wir gehört,“ appellierte sie an die Delegierten sich für die Mitgliederkampagne einzusetzen.

Neuer Diözesanpräses ist Msgr. Robert Kleine

Die Delegiertenversammlung wählte außerdem erneut Msgr. Robert Kleine zum neuen Diözesanpräses. Kleine hatte dieses Amt bereits von 2004 - 2012 inne. (eb)

 

Fotos: Kathrin Becker