Glaube versetzt Berge

Die Filmexerzitien in Maria Laach waren erfüllte Tage

27.11.2017 Maria Laach, die altehrwürdige Abtei mitten in der Eifel am Laacher See gelegen, bot zum zweiten Mal den Rahmen für die Filmexerzitien des kfd-Diözesanverbandes. 17 kfd-Frauen erlebten die stillen Tage im Gästehaus der Abtei und nahmen Stärkung für Leib und Seele mit nach Hause. Geleitet wurden die Tage von der Diözesanvorsitzenden Lydia Wallraf-Klünter und der geschäftsführenden Referentin der kfd, Ursula Sänger-Strüder.


Glaube kann Kraftquelle und Motor sein

„Glaube versetzt Berge“ – dieses Sprichwort, das als Leitwort über den Exerzitien stand, wird gerne benutzt - oft ohne zu ahnen, dass es seinen Ursprung in der Bibel im Matthäus-Evangelium hat. Wer fest an etwas fest glaubt, verändert seine Haltung, das Tun, die Gedanken und das kann aus einer negativen Situation heraus in eine bessere führen. Der Glaube ist dann Kraftquelle und Motor menschlichen Daseins.

Berühmte Filme greifen das Thema auf

Die drei Filme, die im Mittelpunkt der Filmexerzitien standen und beim Kinopublikum großen Erfolg hatten, stellten dies auf ganz verschiedene Art und Weise dar. Gezeigt wurden „Ich bin dann mal weg“, der Film über die Pilgerschaft des Entertainers Hape Kerkeling auf dem Jakobsweg, „Ein ganzes halbes Jahr“, der sich mit Suizid und Sterbehilfe beschäftigt und „Die Hütte – ein Wochenende mit Gott“. Dieses Drama kreist um die Bewältigung von Trauer.

Die Filme zeigen eine große Bandbreite

Auf ganz eigene Weise korrespondierten die Filme trotz unterschiedlicher Schwerpunkte miteinander. Ging es einmal um Pilgern und Gottsuche, das andere Mal um würdiges Leben und Sterben, legte der dritte Film den Fokus auf Entscheidungen in Grenzsituationen sowie die Frage, warum Gott Leid und Böses zulässt. Er fragt nach dem Gewissen des Menschen und seinen Möglichkeiten, auch dem ärgsten Feind zu verzeihen.

Wie steht es eigentlich zwischen Gott und mir?

Während der Tage stand für die Teilnehmerinnen letztlich immer die Frage nach der eigenen Beziehung zu Gott im Mittelpunkt. Die Frauen erarbeiteten sich in Gesprächen und über methodische Übungen intensiv die Inhalte der Filme. In einer Meditation am See übten sie am „Medium Stein“ das Loslassen, sie beteten und sangen und nahmen auch teil an den Gottesdiensten und Gebetszeiten der Mönche. Die Benediktiner feierten gerade in diesen Tagen die 150-jährige Wiederbesiedlung des Klosters. Auch an dieser Freude und Dankbarkeit durfte die Gruppe teilnehmen und auch das prägte die Gespräche.
Es waren „erfüllte Tage", wie eine Teilnehmerin sagte, „die mich froh nach Hause fahren lassen. Ich freue mich schon auf das nächste Jahr.“
Ursula Sänger-Strüder

Fotos (3): Ursula Sänger-Strüder

Foto Laacher See: Shutterstock

Foto Abteikirche: Hans-Peter Hecking

Hinweis: Die nächsten Filmexerzitien in Maria Laach stehen unter dem Leitwort: „Leben und Glauben – vom Reichtum der Frauen“ und finden vom 2. bis 5. Oktober statt. Anmeldungen sind bereits jetzt möglich.