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    Fesselte ihre Zuhörerinnen durch ihren mitreißenden Vortrag: Die Historikerin Barbara Hohmann aus Lohmar.
    Fesselte ihre Zuhörerinnen durch ihren mitreißenden Vortrag: Die Historikerin Barbara Hohmann aus Lohmar.
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    Die Lady of Crime hat bis heute viele begeisterte Fans - so wie die Teilnehmerinnen des Studientages.
    Die Lady of Crime hat bis heute viele begeisterte Fans - so wie die Teilnehmerinnen des Studientages.
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    Wie viel Mordslust steckt in mir? Mit Zitaten von Agatha Christie gingen die Teilnehmerinnen auch dieser Frage nach.
    Wie viel Mordslust steckt in mir? Mit Zitaten von Agatha Christie gingen die Teilnehmerinnen auch dieser Frage nach.
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    An der Schreibmaschine entwickelte sie hohes kriminelles Potenzial: 2015 wäre Agatha Christie 125 Jahre geworden.
    An der Schreibmaschine entwickelte sie hohes kriminelles Potenzial: 2015 wäre Agatha Christie 125 Jahre geworden.
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    Agatha Christies Krimis gehören zu den weltweit meistgelesenen Büchern.
    Agatha Christies Krimis gehören zu den weltweit meistgelesenen Büchern.

Auf den Spuren von Agatha Christie

Der Detektiv darf nicht mehr wissen als die Leserin

16.6.2015. „Liebe ist nicht sehr vernünftig,“ sagte einmal Agatha Christie und damit meinte sie nicht nur die Liebe als eine Triebfeder für ihre berühmt gewordenden Morde, sondern auch ihr eigenes Leben. Die Lady of Crime hat den englischen Kriminalroman zu Weltruhm geführt und steht mit ihren Büchern an der dritten Stelle der weltweit meistgelesenen Werke. Christie wäre in diesem Jahr 125 Jahre alt geworden und aus diesem Anlass widmete der kfd-Diözesanverband der berühmten Schriftstellerin seine diesjährige Studienveranstaltung am 30. Mai in der Reihe „Frauen, über die man spricht“. 


Wie sie lebte und wie sie schrieb

Die Lohmarer Historikerin Barbara Hohmann berichtete in einem spannenden und mitreißenden Vortrag von der interessanten Lebensgeschichte der Engländerin. Die Teilnehmerinnen ihrerseits konnten von vielen eigenen Lesefreuden erzählen, die Agatha Christie ihren Fans ganz nach dem Motto „Das wichtigste Rezept für den Krimi: Der Detektiv darf niemals mehr wissen als der Leser“ bereitete.

Bildnis nicht nur einer Epoche

Das von Hohmann großartig entworfene Lebensbild umriss nicht nur eine Epoche, sondern mehrere. Im Falle von Lady Agatha waren das das viktorianische Zeitalter, die 20er-Jahre mit der Emanzipation der Frauen bis hin in die Mitte der 80er-Jahre. Sie starb 1976. Die Romanfiguren der Kriminalschriftstellerin, also Miss Marple, der belgische Detektiv Herkule Poirot oder Prudence und Tommy spiegeln das wider, sie leben in und mit den Zeiten.

Erfolgreiche Mörderin 

„Seit Lucrezia Borgia bin ich die Frau, die am meisten Menschen umgebracht hat, allerdings mit der Schreibmaschine“, hat sich Agatha Christie, die über eine ordentliche Portion Humor verfügte, einmal selbst beschrieben. Ihr mörderischer Erfindungsreichtum war groß, der Spannungsbogen ihrer Romane einmalig und genial, darin waren sich die mehr als 25 Teilnehmerinnen einig.

Englischer Lunch und Verfilmungen rundeten den Tag ab

Ein wunderbarer, schmackhafter englischer Lunch und die spannenden Verfilmungen der Romane „Zeugin der Anklage“ und „Der Wachsblumenstrauß“ gaben dem Tag neben dem großartigen Vortrag von Barbara Hohmann eine besondere Note.
Kleiner Nebeneffekt des kriminalistischen Ausflugs: Das Caritashaus in Engelskirchen ist ein Geheimtipp unter den Tagungshäusern und kann nur empfohlen werden.

Ursula Sänger-Strüder

Fotos: Kathrin Becker